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Interkommunales Gewerbegebiet: Heidelberg und Leimen gründen gemeinsamen Zweckverband

Heidelberg und Leimen gehen den nächsten Schritt zur Entwicklung des interkommunalen Gewerbe- und Industriegebietes: Um die Planungen weiter konkretisieren und vorantreiben zu können, gründen die Städte zum 1. Januar 2021 gemeinsam einen Zweckverband. Das haben die Gemeinderäte von Heidelberg und Leimen in ihren jeweiligen Sitzungen am 23. Juli 2020 beschlossen.

Das „Interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet Heidelberg-Leimen“ soll im Bereich der Gemarkungsgrenze beider Städte entstehen. Hier grenzen die Industrie- und Gewerbegebiete Rohrbach-Süd und Leimen-Nord direkt aneinander. Es soll eine Fläche von circa 99 Hektar umfassen – das entspricht etwa 140 Fußballfeldern – und das größte Interkommunale Gewerbegebiet in der Metropolregion Rhein-Neckar werden. Davon befinden sich rund 44 Hektar auf Heidelberger und 55 Hektar auf Leimener Gemarkung, darunter auch die ehemalige Deponie Fautenbühl.

Die Wirtschaftsflächen sollen unter Berücksichtigung und Einbeziehung der bestehenden Betriebe durch die beiden Städte gemeinsam geplant und vermarktet werden – im Sinne einer nachhaltigen, ökonomischen und verantwortungsvollen Flächenpolitik. Ziel des interkommunalen Projektes ist die Förderung der nachbarschaftlichen und kooperativen Zusammenarbeit zwischen beiden Städten: Heidelberg und Leimen wollen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Infrastruktur weiter verbessern, mit natürlichen Ressourcen schonend umgehen und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Das Interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet soll mehrfach erschlossen werden: Eine Machbarkeitsstudie sieht eine Verlängerung der L600 aus Osten kommend durch das Gebiet bis zur Schwetzinger Straße im Westen Leimens vor. Parallel dazu ist eine Radachse geplant. Auf Heidelberger Gemarkung soll diese Verbindung an die Straße „Im Breitspiel“ angebunden werden. Zudem könnte die bestehende Straßenbahntrasse entlang der L594 über eine Stichstrecke in das Gewerbegebiet verlängert werden und im Westen an einen neuen S-Bahnhof auf der Strecke Heidelberg-Karlsruhe angebunden werden. Dessen Realisierung soll geprüft werden.