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Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
Palais Graimberg - Kornmarkt 5
69117 Heidelberg

Umsetzung des Masterplans Campus INF

Was passiert derzeit auf dem Campus?

Der Campus entwickelt sich weiter – nach den Vorgaben des vom Gemeinderat beschlossenen Masterplans Im Neuenheimer Feld. Der Grund: Universität, Kliniken, Forschungseinrichtungen und weitere Institutionen benötigen mehr Entwicklungsflächen, um weiterhin auf internationalem Spitzenniveau zu forschen, zu heilen und zu lehren.

Der Masterplan trifft konzeptionelle Aussagen zu den Themen Mobilität, Städtebau, Freiraum und technische Infrastruktur. So wird mit den laufenden und zukünftigen Bauvorhaben auch die Verkehrssituation verbessert, Freiräume werden gesichert und aufgewertet. Außerdem wird untersucht, wie der Campus klimaneutral gestaltet werden kann.  Dies gilt es, im weiteren Prozess zu vertiefen und durch Vernetzung der Themenbereiche eine optimale Lösung für das Campusgebiet zu finden.

Alle Baumaßnahmen, die derzeit im Neuenheimer Feld zu sehen sind, sind bereits Teil des beschlossenen Masterplans. Die beiden Entwicklungsentwürfe von Astoc und Höger und deren Synthese stellen dabei stets als Masterplan die Arbeitsgrundlage dar. Die Projektpartner Universität Heidelberg, Land Baden-Württemberg und die Stadt Heidelberg arbeiten gemeinsam an der weiteren Entwicklung des Campus.

Das derzeitige Planungsrecht mit dem Bebauungsplan „Neues Universitätsgebiet“ von 1961 schränkt die weitere bauliche Entwicklung der Institutionen auf dem Campus Im Neuenheimer Feld ein, da das zulässige Bauvolumen bereits ausgeschöpft ist. Mit der Aufstellung des neuen Bebauungsplans „Neuenheim/Handschuhsheim - Campus Im Neuenheimer Feld“, für den Kernbereich des Campus, werden die Ergebnisse des Masterplans gesichert und neues Planungsrecht geschaffen.

Der Bebauungsplan, für den 2022 ein Aufstellungsbeschluss (Drucksache 0298/2022/BV) erfolgte, wird schrittweise entwickelt. Aus dem Gesamtbild des Masterplans ergeben sich in Puzzleteilen Teilbebauungspläne. Der Bebauungsplan für die Campuserschließung mit neuer nördlicher Erschließungsstraße und dem Straßenbahn-Campusring wird als erstes aufgestellt, um die Mobilität zu verbessern. Für die Bebauungsplanentwürfe werden tiefergehende Untersuchungen und Gutachten notwendig, z.B. ein Flora-Fauna-Gutachten. Die Aufstellung der Bebauungspläne erfolgt unter Beteiligung der Öffentlichkeit.

Integrierte Mobilität

Gemäß der Masterplanung und des Gemeinderatsbeschlusses soll eine neue nördliche Erschließungsstraße den Campus für den Kfz-Verkehr erschließen und ein Campusring mit einer neuen Straßenbahn-Neubaustrecke umgesetzt werden. Aufbauend auf dem Heidelberger Prognose-Verkehrsmodell, das bereits während des Masterplanverfahrens von den Teams Astoc und Höger verwendet wurde, erfolgt in mehreren Schritten eine vertiefende Modellierung der baulichen Weiterentwicklung und der sich daraus ergebenden Veränderungen der Verkehrsströme des Campus. Diese Modellierung des zukünftigen Mobilitätsverhaltens der Campusnutzer dient u.a. als Grundlage für die Entwurfsplanung der Verkehrsflächen der nördlichen Erschließungsstraße und des Campusrings.
Derzeit werden Querschnittsvarianten und skizzenhafte Lagepläne für die Führung der nördlichen Erschließungsstraße und des Campusrings erarbeitet.

Belebte und attraktive Freiräume

Bei der geplanten baulichen Verdichtung des Campus, ist es umso wichtiger attraktive Freiräume auf dem Campus zu entwickeln. Der geplante Teil-Bebauungsplan Freiraum soll die wesentlichen Freiräume des Campus sichern. Es gilt die vorhandenen Freiraum- und Grünstrukturen gemäß Masterplankonzept zu erhalten und zu qualifizieren. Ziel ist es, das Freiraumsystem des Campus attraktiv, vernetzt, vielfältig, inklusiv, klimaangepasst und ökologisch zu gestalten.
Das Bebauungsplanverfahren und die konzeptionelle Vertiefung der Leitgedanken von Astoc und Höger erfordern verschiedene Grundlagenuntersuchungen und -vertiefungen. So ist eine tiefergehende gutachterliche Erfassung der Flora (Pflanzen) und Fauna (Tieren) notwendig, genauso wie eine Begutachtung des Baumbestands. Insgesamt werden die Auswirkungen der Planungen auf die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege bewertet.

Standortfragen (Städtebauliche Flexibilität)

Die Institutionen des Campus haben im Rahmen des Masterplanverfahrens insgesamt 868.000 m² Bruttogrundfläche als Flächenbedarfe angemeldet. Um die bauliche Entwicklung der Institutionen zu ermöglichen, werden deshalb bedarfsorientiert und clusterbezogen weitere Teilbebauungspläne aufgestellt. Innerhalb des Campus bilden gemäß Masterplanung mehrere Gebäudecluster die städtebauliche Struktur.
Passende Standorte für aktuelle und zukünftige Bauprojekte sowie städtebauliche Rahmenbedingungen werden im Einklang mit den Entwicklungsentwürfen der Büros Astoc und Höger und den nutzerspezifischen Anforderungen festgelegt. Hochbauliche Planungen müssen stets unter Einbezug der Planungen der Mobilität, der Freiräume und der technischen Infrastruktur auf dem Campus diskutiert werden. Ein weiterer Fokus liegt auf der Schaffung von campusaffinem Wohnen (Wohnen für Studierende und Beschäftigte) und der Erweiterung des Universitätsklinikums Heidelberg.

Technische Infrastruktur und Klimaneutralität INF

Ziel des Landes Baden-Württemberg ist es die Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 weitgehend treibhausgasneutral zu organisieren. Dies wird auch im Energie- und Klimaschutzkonzept des Landes Baden-Württemberg behandelt.
Insbesondere sollen möglichst alle geeigneten Dachflächen auf Landesliegenschaften bis 2030 mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Gründächer sind gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, zur Dämpfung der Auswirkungen des Klimawandels und zum Erhalt der Biodiversität in Stadtgebieten. Bei Neuplanungen oder Dachsanierungen sind auf flachen oder flach geneigten Dächern grundsätzlich begrünte Flächen in Kombination mit einer PV-Anlage vorzusehen, da über Gründächer bis zu 90 % des Regenwassers verdunstet bzw. zurückgehalten werden können und somit einen wirksamen Beitrag zur Unterstützung der Artenvielfalt und für ein positives Stadtklima leisten.
Unter Federführung des Landes Baden-Württemberg vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau wurde eine Machbarkeitsstudie zur klimaneutralen Wärmeversorgung des Campus INF erstellt zu deren Umsetzung 2026 ein Planungsauftrag erteilt wurde.
Weitere Einblicke in die vielfältigen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzaspekte von Vermögen und Bau Baden-Württemberg sind auch auf der Webseite von Vermögen und Bau zu finden.

Aktuell geplante und bisher durchgeführte Beteiligungs- und Informationsformate:

6. bis 31. Juli 2026

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan "Neuenheim/Handschuhsheim – Campus Im Neuenheimer Feld - Nördliche Erschließungsstraße und Campusring"

Gemäß Masterplanung soll über die neue nördliche Erschließungsstraße die Zufahrt des motorisierten Individualverkehrs erfolgen und auf dem Campusring soll die Straßenbahn fahren. Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 (1) des Baugesetzbuches kann die Öffentlichkeit vom 6. bis zum 31. Juli den aktuellen Planungsstand kennenlernen, Rückfragen zur Planung stellen und Ihre Anregungen zum Teil-Bebauungsplan Erschließung geben.
Mehr Informationen finden Sie ab dem 06. Juli hier.

21. Oktober 2024

Menschen spazieren einen Weg entlang.

Bürgerinformation: Spaziergänge über den Campus

Bei drei Spaziergängen entlang verschiedener Strecken über den Campus Im Neuenheimer Feld informierten sich rund 70 Besucherinnen und Besucher über den aktuellen Stand der Campus-Entwicklung.
Präsentation (5 MB)
Übersicht über die Höhepunkte der drei Spaziergänge (580 KB)

14. Dezember 2023

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Ergebnis des Masterplanverfahrens Im Neuenheimer Feld?

Der Masterplan Im Neuenheimer Feld wurde gemeinschaftlich von der Universität, dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Heidelberg mit externen Partnern in den Jahren 2017 bis 2022 unter Einbeziehung der Öffentlichkeit entwickelt. Ziel war es, den Campus Im Neuenheimer Feld als Wissenschafts- und Forschungsstandort von internationalem Rang zu sichern und zukunftsfähig zu gestalten.  Der Gemeinderat hat den Masterplan am 17. März 2022 beschlossen. Das Ergebnis ist die Synthese aus den beiden Entwicklungsentwürfen der Teams Astoc und Höger.

Im Folgenden finden Sie das Ergebnis des Masterplanverfahrens:

Was sind die Elemente des aktuellen Beteiligungskonzeptes?

Das gesamte Aufstellungs- und Bebauungsplanverfahren wird von einer Bürgerbeteiligung begleitet, die nach den Heidelberger Leitlinien für mitgestaltende Bürgerbeteiligung durchgeführt wird. Das entsprechende Beteiligungskonzept wurde vom Gemeinderat 2022 beschlossen. 

Folgende Handlungsschwerpunkte werden in der Umsetzungsphase Gegenstand der Beteiligung:
Vorentwurf des jeweiligen Bebauungsplans
Entwurf des jeweiligen Bebauungsplans
Themen von besonderem öffentlichen Interesse

Außerdem wurde eine prozessbegleitende Arbeitsgruppe gemäß der Heidelberger Leitlinien eingerichtet, die den Beteiligungsprozess anlassbezogen begleitet. Sie besteht aus einer kleinen, nicht öffentlichen Runde, die bei Bedarf erweitert werden kann. In dieser Gruppe werden die Art des Beteiligungsformats, Auswahl der Beteiligten, Art der zielgruppengerechten Ansprache und Beteiligung sowie die Evaluation des jeweiligen Beteiligungsverfahrens besprochen.

Der Gesamtprozess wird kommunikativ durch die Stadt Heidelberg begleitet. Die verschiedenen Anlässe werden über die städtischen Kanäle in Print und Online aufgegriffen, transparent, kompakt erklärt und zielgruppenspezifisch beworben.

Wann und wo fährt künftig eine Straßenbahn?

Die neue Straßenbahnlinie fährt künftig auf der Straße Im Neuenheimer Feld, durch die Tiergarten- und Kirschnerstraße sowie den Hofmeisterweg. Die Straßenbahn verläuft zweigleisig in einem Ring über den Campus. Ziel ist eine verkehrliche Beruhigung des zentralen Campus. Im Fokus des neuen Konzeptes stehen der ÖPNV sowie der Rad- und Fußverkehr. Voraussichtlich ab dem Jahr 2030 sollen die Bauarbeiten beginnen.

Wo fahren die Autos entlang?

Für die Ein- und Ausfahrt mit dem Auto und LKW wird eine neue zusätzliche Straße gebaut. Auf der bestehenden Straße „Im Neuenheimer Feld“ fährt künftig die Straßenbahn. Die neue Straße soll von der Berliner Straße zwischen dem Technologiepark (DKFZ) und den Studierendenwohnheimen auf den Campus bis zur Tiergartenstraße führen. Verlauf und Querschnitt sind in Planung. Die Einfahrt in den Campus über die Jahnstraße wird für Autos weiterhin möglich sein. Für Rettungsfahrzeuge gibt es weitere Zufahrten. Rad- und Fußwege führen an zahlreichen weiteren Strecken durch den Campus.

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