Wasserrohrbruch in der Kita Schwetzinger Terrasse: Umfangreiche Sanierung erforderlich

Betreuung der Kinder sichergestellt – voraussichtlich sechs Monate Sanierungszeit

In der städtischen Kindertageseinrichtung Schwetzinger Terrasse in der Heidelberger Bahnstadt ist es zu einem Wasserrohrbruch mit erheblichem Schadensausmaß gekommen. Umfangreiche Sanierungsarbeiten sind erforderlich. Betroffen sind nicht nur der Fußboden, sondern auch die darunterliegenden Lüftungskanäle. Dort steht mehrere Meter hoch das Wasser. Fachleute haben den Schaden begutachtet und gehen von einer Sanierungszeit von etwa sechs Monaten aus. Die Kita wird voraussichtlich nach den Sommerferien wieder regulär den Betrieb aufnehmen können.

Die Sanierungsarbeiten umfassen den Rückbau des Fußbodens inklusive der Fußbodenheizung. Die beiden betroffenen Gruppen wurden sofort nach Bekanntwerden des Schadens in andere Gruppen verlegt. Weil Umfang und Lärm der Sanierungsarbeiten keinen Kitabetrieb zulassen werden, müssen auch die beiden Gruppen im Obergeschoss ausgelagert werden. Das Kinder- und Jugendamt hat unter Hochdruck an Betreuungsalternativen in anderen Kindertageseinrichtungen gearbeitet, um alle Kinder bestmöglich zu versorgen. Ebenso wurden bereits Auslagerungsanträge beim KVJS gestellt. Die Eltern wurden bereits informiert.

„Für alle Kinder konnte eine Lösung gefunden werden. Nach Bekanntwerden des Schadens haben wir schnell gehandelt, um die Betreuung sicherzustellen. Wir sind froh, dass dies gelungen ist und wissen dennoch, dass die nächsten Monate eine große Herausforderung sein werden. Jetzt ist es wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen und gemeinsam das Beste aus der Übergangszeit machen“, sagt Myriam Lasso, Leiterin des Kinder- und Jugendamts der Stadt Heidelberg.

Eine Auslagerung in eine neu zu errichtende Containeranlage wurde intensiv geprüft, ist jedoch aus mehreren Gründen nicht realisierbar. Entscheidend ist der Zeitfaktor: Für eine Containeranlage müssten zunächst ein geeigneter Standort festgelegt und eine Baugenehmigung eingeholt werden. Anschließend wäre mit einer Bauzeit von mehreren Wochen zu rechnen. Selbst unter optimalen Bedingungen wäre eine Nutzung frühestens im Juni 2026 möglich – deutlich zu spät, um die Betreuung der Kinder kurzfristig sicherzustellen. Zudem wäre nicht die notwendige Flexibilität gegeben, um bei neuen Erkenntnissen kurzfristig reagieren zu können.

Auch andere Alternativen wurden intensiv geprüft. Zum Beispiel die Reaktivierung der bereits aufgegebenen und baufälligen Kita Hardtstraße oder andere Räume, die sich derzeit in einer anderweitigen Nutzung befinden. Auch diese Räume müssten entsprechend baulich instandgesetzt werden, was zeitlich – trotz aller Belastung für Kinder, Eltern und Personal – unverhältnismäßig ist.

Als Träger hat die Stadt eine Fürsorgepflicht gegenüber den Kindern und den Mitarbeitenden. Dazu gehört, schnell sichere, verlässliche und pädagogisch tragfähige Betreuungsbedingungen zu schaffen. Eine Lösung, die erst nach Monaten zur Verfügung stünde und zudem bei unvorhergesehenen Entwicklungen nicht flexibel anpassbar wäre, würde dieser Verantwortung nicht gerecht. Deshalb wurde entschieden, die Gruppen in bereits bestehende und sofort nutzbare Kindertageseinrichtungen auszulagern.

Die Verteilung der Gruppen sieht daher wie folgt aus:

  • Eine Krippengruppe mit 10 Kindern unter drei Jahren wurde bereits in die Städtische Kita Gadamerplatz in der Bahnstadt verlegt.
  • Eine Kindergartengruppe mit 20 Kindern über drei Jahre ist bereits in die neue Städtische Kita Schwetzinger Straße in Kirchheim gezogen.
  • Eine weitere Krippengruppe mit 10 Kindern bezieht einen Gruppenraum der Städtischen Kita Hüttenbühl im Stadtteil Kirchheim.
  • Eine Kindergartengruppe mit 17 Kindern wird in der Städtischen Kita Hegenichstraße in Kirchheim einziehen.

Temporäre Schließung für Umzug

Für die Dauer des Umzugs, der voraussichtlich am 16. und 17. März 2026 stattfindet, muss die Kita Schwetzinger Terrasse den Betrieb für zwei Tage einstellen. Das Personal wird den aufnehmenden Kitas organisatorisch zugeordnet, um Vertretungen bei Urlaub oder Krankheit zu gewährleisten. Die Leitung der Kita Schwetzinger Terrasse verlegt ihr Büro ins Spitzgewann, um die Koordination zu sichern und weiterhin ansprechbar zu bleiben.

Die Kita Schwetzinger Terrasse in der Heidelberger Bahnstadt wurde im Oktober 2012 eingeweiht. Als eines der ersten öffentlichen Gebäude und erste Kita in städtischer Trägerschaft im neuen Stadtteil Bahnstadt öffnete sie passend zum Einzug der ersten Familien. Sie ist eine von 24 Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft.

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