Hausbesuch zeigt: Mit Wärmepumpe und Photovoltaik jedes Jahr 2.000 Euro sparen
Hauseigentümer berichtet über Erfahrungen – Wärmepumpen-Infotag am Montag, 20. Oktober
Wie sich der Umstieg auf erneuerbare Energien im Alltag bewährt, hat Lothar Eisenmann aus Ziegelhausen am Donnerstag, 16. Oktober 2025, im Rahmen eines Hausbesuchs gezeigt. Eisenmann, einer der Geschäftsführer des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), heizt sein Einfamilienhaus seit 2023 mit einer modernen Wärmepumpe. Die Anlage nutzt die Energie aus der Umgebungsluft: Aus einer Kilowattstunde eingesetztem Strom entstehen mithilfe der Umgebungswärme mehr als vier Kilowattstunden Heizwärme. Eisenmanns Anlage mit einer Leistung von sechs Kilowatt wurde in nur vier Tagen installiert und zu 30 Prozent durch den Bund gefördert.
Besonders effizient arbeitet die Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. So kann ein großer Teil des benötigten Stroms – in der Übergangszeit – selbst erzeugt werden. Ein zusätzlicher Batteriespeicher sorgt dafür, dass möglichst viel des eigenen Solarstroms genutzt wird. Eisenmanns Erfahrungen sind positiv: Der Heizkomfort bleibt hoch, die Anlage arbeitet leise und zuverlässig, und dank eines 130-Liter-Speichers steht stets ausreichend Warmwasser zur Verfügung. Nach umfassender energetischer Sanierung des 1949 errichteten Hauses und durch die Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Speicher sanken die Energiekosten für Heizung und Warmwasser von rund 3.000 Euro auf etwa 950 Euro im Jahr.
Wärmepumpen-Infotag am 20. Oktober 2025 in Ziegelhausen
Wie Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer insbesondere von Ein- und Zweifamilienhäusern selbst von dieser Technologie profitieren können, erfahren Interessierte beim städtischen Wärmepumpen-Infotag am Montag, 20. Oktober 2025, ab 16.30 Uhr in der Steinbachhalle Ziegelhausen. Vor Ort informieren lokale Heizungsunternehmen über Technik, Fördermöglichkeiten und praktische Tipps zur Umsetzung.
Um 18 Uhr geben die Expertinnen und Experten Carsten Herbert („Energiesparkommissar“) und Anja Floetenmeyer-Woltmann, Wärmepumpen-Beirätin der EU-Kommission, einen Einblick in aktuelle Entwicklungen rund um den Heizungstausch. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl empfohlen unter www.waermepumpen-infotag.de.
Kommunaler Wärmeplan zeigt, wo welche Heizform empfohlen wird
Die Stadt Heidelberg treibt die Wärmewende konsequent voran. Der kommunale Wärmeplan zeigt, wo künftig Fernwärme ausgebaut wird und in welchen Stadtteilen Wärmepumpen die wirtschaftlich und technisch beste Lösung darstellen. In den Bereichen ohne Fernwärmeanschluss – etwa in Ziegelhausen und Schlierbach – sind Wärmepumpen eine besonders geeignete Heizform. Sie nutzen die Energie der Umgebungsluft, des Grundwassers oder des Erdreichs und machen unabhängig von fossilen Brennstoffen. Der Ausstieg aus Gas- und Ölheizungen schützt zudem vor wirtschaftlichen Risiken durch künftig steigende CO₂-Preise. Weitere Informationen zum kommunalen Wärmeplan gibt es online unter www.heidelberg.de/waerme.
