Plüsch-Igel „Stachelbert“ wirbt für fairen Handel und Artenschutz
„Heidelberg – fair und flauschig“: Umweltamt kürt Gewinner von Foto- und Namenswettbewerb
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Namens- und Fotowettbewerbs zur stadtweiten Kampagne „Heidelberg – fair und flauschig“ stehen fest: Der fair gehandelte Plüsch-Igel trägt künftig den Namen „Stachelbert“. Gleichzeitig würdigt das Umweltamt der Stadt die besten Fotoeinsendungen zum Wettbewerb „Einsatz für Heidelbergs Igel“. Insgesamt beteiligten sich über 200 Menschen an den beiden Aktionen.
„Stachelbert“ gewinnt Namenswettbewerb
Für den Namenswettbewerb suchte das Umweltamt einen einprägsamen Namen für den Plüsch-Igel. Bis Ende Oktober konnten online und per Formular Vorschläge mit kurzer Begründung eingereicht werden. Über 100 Namensideen gingen ein – Vorschläge für den Namenswettbewerb kamen sogar aus Japan. Den Zuschlag erhielt schließlich „Stachelbert“. „Stachelbert“ wird künftig bei Aktionen zum fairen Handel und zum Igelschutz in Heidelberg im Einsatz sein – etwa in Kitas, Schulen, im Zoo oder in der Stadtbücherei.
Parallel zur Namenssuche lief der Fotowettbewerb „Einsatz für Heidelbergs Igel“. Gesucht wurden Fotos von igelfreundlichen Maßnahmen im Stadtgebiet, zum Beispiel Laub- oder Reisighaufen, igelfreundlichen Hecken, Wasserstellen oder Blühwiesen. Jede Person konnte ein Foto mit kurzer Beschreibung einreichen. Unter allen Teilnehmenden wurden drei Igel-Startersets verlost.
Kampagne verbindet fairen Handel, nachhaltigen Konsum und lokalen Artenschutz
Mit der Kampagne „Heidelberg – fair und flauschig“ macht das städtische Umweltamt gemeinsam mit lokalen Partnern sichtbar, wie global gerechte Handelsbedingungen und lokaler Artenschutz vereinbar sind. Im Mittelpunkt steht ein Plüsch-Igel, der als sympathischer Botschafter Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Das Kuscheltier wurde unter menschenwürdigen Bedingungen ohne Kinderarbeit produziert, unter fairer Bezahlung und aus möglichst umweltschonenden Materialien hergestellt.
Inhabergeführte Buchhandlungen und Spielwarengeschäfte in verschiedenen Stadtteilen richteten Aktionsecken rund um den Igel ein. Dort konnten sich Kundinnen und Kunden über fairen Handel, nachhaltigen Konsum und Igelschutz informieren und an Mitmachaktionen, Wettbewerben und Gewinnspielen teilnehmen.
Bei der Aktion kooperierte die Stadt eng mit der Stadtbücherei und dem Zoo. Im Zoo Heidelberg waren in den Herbstferien das Zoomobil sowie Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst und im Freiwilligen Ökologischen Jahr unterwegs und motivierten rund 300 Kinder und Erwachsene zum Mitmachen: Neben dem Namenswettbewerb konnten sich Teilnehmende auch an einem Kreuzworträtsel und einem Suchsel zu Fairtrade und Artenschutz beteiligen, bei dem der Plüsch-Igel als Hauptpreis winkte. In der Stadtbücherei informierten Büchertische und Aktionen zu Tieren im Herbst und Winter, lokalem Artenschutz und fairem Handel.
Das städtische Umweltamt möchte „Heidelberg – fair und flauschig“ 2026 fortführen und verstetigen. Unter anderem sind weitere Aktionstage in Zoo und Stadtbücherei, Bildungsmaterialien für Kitas oder ein Igel-Lehrpfad geplant, der Igelschutz mit fairem Handel verbindet.
Hintergrund
Die Aktion ist Teil des entwicklungspolitischen Engagements der Stadt, gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit ihrer Servicestelle mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Seit 2010 ist Heidelberg als Fairtrade Town ausgezeichnet und engagiert sich mit vielfältigen Maßnahmen für eine gerechtere Weltwirtschaft – darunter die Fairen Wochen, die Fashion Revolution Week oder der städtische Wegweiser zum nachhaltigen Konsum in der „MeinHeidelberg“-App (Home > Services > Umwelt & Nachhaltigkeit > Wegweiser für nachhaltigen Konsum).

