Innovatives Heidelberg: „Smart Greenhouse“ geht an der Johannes-Gutenberg-Schule in Betrieb

Praxisnahe Umweltbildung durch Intelligentes Lern-Gewächshaus / Programm „Test in Heidelberg“

Moderne, nachhaltige Lebensmittelproduktion für Schülerinnen und Schüler erlebbar zu machen und neue Wege der praxisnahen Umweltbildung aufzuzeigen – mit diesem Ziel ist am Montag, 9. Februar 2026, ein innovatives Projekt an der Johannes‑Gutenberg‑Schule in Heidelberg-Wieblingen gestartet. Im Rahmen des Programms „Test in Heidelberg“ der Stadt Heidelberg wird gemeinsam mit dem Start-up Urban Farm aus der estnischen Hauptstadt Tallinn der Einsatz eines „Smart Greenhouse“ getestet. Mit Unterstützung der Sparkasse Heidelberg wird das intelligente Indoor-Lern‑Gewächshaus erstmals in der Region erprobt und als innovatives Bildungswerkzeug in den Schulalltag integriert. Das intelligente Gewächshaus soll moderne Agrarbildung direkt ins Klassenzimmer bringen – und zugleich einen Beitrag zur Umweltbildung, zur lokalen Lebensmittelproduktion und zur Reduktion von Kohlenstoffdioxid leisten. Schulleiter Johannes Laule, Umweltamtsleiterin Sabine Lachenicht und Stefan Schneider, Bereichsleiter Organisationsentwicklung bei der Sparkasse Heidelberg, stellten das Projekt vor.

Im Projekt züchten die Schülerinnen und Schüler die Nutzpflanzen komplett selbst von der Aussaat im „smarten“, app-gesteuerten Gewächshaus“ (im Hintergrund) bis zur Ernte. Daneben lernen Wissenswertes über regionalen Anbau und innovative Start-up-Ideen.
Im Projekt züchten die Schülerinnen und Schüler die Nutzpflanzen komplett selbst von der Aussaat im „smarten“, app-gesteuerten Gewächshaus“ (im Hintergrund) bis zur Ernte. Daneben lernen Wissenswertes über regionalen Anbau und innovative Start-up-Ideen. (Foto: Stadt Heidelberg)

„Heidelberger Innovationspartnerschaften müssen im Alltag spürbar werden und einen konkreten Mehrwert für die Menschen schaffen. Das Smart-Greenhouse-Projekt mit unserem Partner aus Tallinn zeigt, wie Umweltbildung in der Praxis funktioniert: Die Schülerinnen und Schüler ziehen, pflegen und ernten ihre eigenen Microgreens – nachhaltig, praxisnah und motivierend,“ sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Bei dem Projekt geht es darum, Umweltbildung praktisch erfahrbar zu machen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Pflanzenwachstum, nachhaltiger Lebensmittelproduktion und dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen auseinander. Durch die Arbeit mit dem Gewächshaus werden Themen wie Wasserverbrauch, Kreislaufwirtschaft und Umweltwirkungen anschaulich vermittelt. Ergänzend spielt auch der Aspekt gesunder Ernährung eine Rolle: Die selbst angebauten Microgreens sind nährstoffreich und stärken das Bewusstsein für frische, regionale Lebensmittel. Das eigene Arbeiten am Projekt und die sichtbaren Ergebnisse fördern zudem Motivation und Lernfreude.

„Digitalisierung und Bildung gehören untrennbar zusammen – sie sind die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft“, so Stefan Schneider von der Sparkasse Heidelberg. „Mit dem Smart Greenhouse fördern wir nicht nur technologische Innovation, sondern investieren ganz bewusst in junge Menschen in der Region und ihre Kompetenzen von morgen. Wir sind stolz, dieses zukunftsweisende Projekt gemeinsam mit der Stadt Heidelberg auf den Weg zu bringen.“

Bei einem Praxisworkshop zum Auftakt erhielten die Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler eine technische Einweisung. In dem Gewächshaus wird die Temperatur für Keimung und Jungpflanzen gesteuert. Vier Ebenen bieten Platz für insgesamt 96 Pflanztöpfe. Dadurch können bis zu 100 Kilogramm frische Microgreens pro Monat geerntet werden. Die Beleuchtung, Bewässerung und Klimasteuerung erfolgen vollautomatisch per App.

Gruppe von Personen
Die Schülerinnen und Schüler freuten sich gemeinsam mit Schulleiter Johannes Laule (5. v.l.) neben einem Workshop mit Vertretern des estnischen Start-ups Urban Farms auch über eine finanzielle Unterstützung, die von Sabine Lachenicht (Umweltamt, links), Mareike Rimmler (Stadt Heidelberg, 3, v.l.) und Stefan Schneider (Sparkasse Heidelberg, 4. v.l.) überreicht wurde. (Foto: Stadt Heidelberg)

Das Projekt soll verknüpft werden mit der Regionalvermarktung „Genial regional“, die das Agenda-Büro des städtischen Umweltamtes unterstützt. Es wird mit 5.000 Euro durch die Sparkasse Heidelberg gefördert.

„Test in Heidelberg“ – Projekt aus Innovationspartnerschaft mit Tallinn

Das Indoor-Gewächshaus für Umweltbildung ist eines von vier innovativen Projekten, die Start-ups aus Tallinn (Estland) und aus Heidelberg in Heidelberg testen und weiterentwickeln werden – neben ferngesteuerten Fahrzeugen für Carsharing, eine Plattform zur Bereitstellung von E-Ladestationen und eine digitale Gründungsplattform. Die Stadt Heidelberg hat das Innovationsprogramm „Test in Heidelberg“ ins Leben gerufen – angelehnt an das erfolgreiche estnische Vorbild „Test in Tallinn“. Ende Juli 2025 wurden die vier Gewinner des Wettbewerbs bekanntgegeben. Die Digital-Agentur begleitete das Programm maßgeblich, unterstützt durch die großzügige Förderung der Sparkasse Heidelberg und der Stadtwerke Heidelberg.

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