Tigermücke: Möglichst zeitnah Maßnahmen gegen die Ausbreitung ergreifen
Bekämpfungsmittel können kostenlos bei ICYBAC oder im Ordnungsamt abgeholt werden
Mit den länger werdenden Tagen und steigenden Temperaturen schlüpfen nach und nach Tigermückenlarven aus ihren winterharten Eiern. Deshalb müssen spätestens jetzt Maßnahmen ergriffen werden, damit sich die lästige Art nicht massenhaft vermehren kann. Die Stadt Heidelberg ruft deshalb dazu auf, frühzeitig Bekämpfungsmaßnahmen auf den eigenen privaten Grundstücken zu ergreifen. Darüber hinaus hat die Stadt auch in diesem Jahr wieder die „ICYBAC-biologische Stechmückenbekämpfung GmbH“ beauftragt, Maßnahmen zu koordinieren und zu unterstützen. Insbesondere gilt es, an den Brutplätzen der Tigermücken anzusetzen.
Mögliche Brutstätten identifizieren
Die Asiatische Tigermücke brütet bevorzugt in kleineren künstlichen Wasseransammlungen im Siedlungsbereich. Überall, wo sich Regenwasser sammeln kann und über sieben Tage stehen bleibt, können Tigermücken brüten. Daher empfiehlt es sich, jetzt den eigenen Garten, Hof und Außenbereich genau nach Brutstätten zu überprüfen:
- Blumentopfuntersetzer, Wasserschalen, unbenutztes Kinderspielzeug
- Gießkannen, Eimer
- Regenfässer, Zisternen
- Gullys und verstopfte Abflüsse
Maßnahmen ergreifen
- Unnötige Gefäße aus dem Außenbereich entfernen: nicht benötigte Behälter und Spielzeuge unter Dach lagern
- Unverzichtbare Gefäße sanieren: Behälter, die Regenwasser sammeln sollen, wie Fässer und Zisternen, können einfach durch Netze und passende Deckel lückenlos abgedeckt und vorher mit Bti-Tabletten behandelt werden. Ergänzend empfiehlt es sich, Hüpferlinge zu verwenden, da diese längerfristig wirken. Behälter wie Blumentopfuntersetzer, Igel- und Vogeltränken sollten alle fünf Tage komplett ausgebürstet, entleert und neu befüllt werden. Nur so können festgesetzte Eier tatsächlich entfernt und damit das Schlüpfen von Mückenlarven verhindert werden.
- Brutstätten, die nicht saniert werden können, müssen regelmäßig behandelt werden: Wasserstellen, die nicht entfernt oder abgedeckt werden können wie zum Beispiel Gullys, müssen regelmäßig, alle zwei bis drei Wochen, mit Bti behandelt werden. Bti ist ein biologischer Wirkstoff, der ausschließlich Mückenlarven abtötet. Andere Tiere, Pflanzen oder Menschen werden durch das Bti nicht gefährdet.
Unterstützung holen
Die Stadt Heidelberg hat erneut die ICYBAC GmbH mit der Tigermückenbekämpfung beauftragt. In der Hebelstraße 9, 69115 Heidelberg, bietet die ICYBAC GmbH ab Mittwoch, 22. April 2026, regelmäßig Sprechzeiten für die Heidelbergerinnen und Heidelberger an: mittwochs von 9 bis 13 Uhr und freitags von 14 bis 18 Uhr.
In dieser Zeit kann man sich über Tigermücken, Brutstätten und empfohlene Maßnahmen informieren, sich individuell beraten lassen und Bti-Tabletten sowie Hüpferlinge erwerben. Eine Packung Bti pro Haushalt ist für Bürgerinnen und Bürger kostenfrei. Hüpferlinge können zum Selbstkostenpreis von 4,17 Euro pro Beutel via Kartenzahlung erworben werden. Alternativ können Bti-Tabletten auch im Ordnungsamt, Bergheimer Straße 69, abgeholt werden.
Weitere Informationen finden sich online unter www.heidelberg.de/tigermuecke oder per E-Mail an tigermuecke@heidelberg.de.
