Heidelbergs Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 ausgezeichnet
Lisa Gutfleisch, Luca Nik Armbruster, Lennart Sass, Carolin Marheineke und MLP Academics geehrt
Top-Sport made in Heidelberg: Bei der großen Ehrung der Heidelberger Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 am Freitagabend, 24. April 2026, im Atrium der Stadtwerke Heidelberg sind die besten Athletinnen, Athleten und Teams des vergangenen Jahres ausgezeichnet worden. Ruderin Lisa Gutfleisch (Heidelberger Ruderklub) wurde als Heidelbergs Sportlerin des Jahres geehrt. Bei den Männern wurden mit Schwimmer Luca Nik Armbruster und Para-Judoka Lennart Sass (beide Olympiastützpunkt Rhein-Neckar) gleich zwei Sportler punktgleich von der Jury auf den ersten Platz gewählt. Degenfechterin Carolin Marheineke (TSG Rohrbach) wurde als Seniorensportlerin des Jahres ausgezeichnet, die Bundesliga-Basketballer der MLP Academics Heidelberg als Mannschaft des Jahres 2025.
Der Sportkreis Heidelberg, die Stadt Heidelberg und die Stadtwerke Heidelberg zeichneten bei der Sportlerehrung insgesamt rund 90 Athletinnen und Athleten aus neun Sportarten aus, darunter viele Parasportlerinnen und -sportler. Oberbürgermeister Eckart Würzner, Gert Bartmann, Leiter des Amtes für Sport und Gesundheitsförderung, Dr. Peter Schlör, Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg, und Matthias Straub, Geschäftsführer Technische Dienste bei den Stadtwerken Heidelberg, gratulierten den Athletinnen und Athleten. Die Sportlerinnen und Sportler jubelten über Erfolge bei Welt-, Europa- und deutschen Meisterschaften oder erstmalige Berufungen in Nationalmannschaften. Vertreten waren unterschiedliche Sportarten – von Rugby über Gewichtheben und Leichtathletik bis hin zu Quadball, Fechten und Gehörlosen-Schwimmen. Mit Peter Bickel, Martina Einsele und Gerhard Schäfer wurden zudem drei „Förderer des Sports“ geehrt.
Sportlerin des Jahres 2025: Lisa Gutfleisch (Heidelberger Ruderklub)
Ruderin Lisa Gutfleisch wurde als Heidelbergs Sportlerin des Jahres 2025 ausgezeichnet: Die Athletin vom Heidelberger Ruderklub gewann unter anderem die Bronzemedaille im Frauen-Doppelvierer bei der Weltmeisterschaft in Shanghai und siegte bei den German Finals im Achter sowie beim Weltcup in Luzern im Doppelvierer – dadurch gewann der Doppelvierer auch den Gesamtweltcup. Lena Ludwig vom SV Nikar Heidelberg erreichte im Jury-Votum den zweiten Platz: Die Schwimmerin gewann die Silbermedaille bei der Junioren-Weltmeisterschaft über 100 und 200 Meter Brust. Bei der Junioren-Europameisterschaft über 200 Meter Brust holte sie den Titel, über 100 Meter Brust und mit der 4x100 Meter-Staffel Lagen gewann sie Silber. Zudem wurde sie auf der 25-Meter-Bahn deutsche Meisterin über 100 und 200 Meter Brust. Als Drittplatzierte wurde die Vorjahressiegerin Yekta Jamali ausgezeichnet. Die Gewichtheberin vom Olympiastützpunkt wurde Achte bei der Weltmeisterschaft im Zweikampf.
Sportler des Jahres 2025: Lennart Sass und Luca Nik Armbruster (Olympiastützpunkt)
Bereits zum dritten Mal wurde Para-Judoka Lennart Sass als Heidelbergs Sportler des Jahres geehrt: Er gewann im vergangenen Jahr die Goldmedaille bei der Para-Judo-Europameisterschaft. Den Titel als Heidelbergs Sportler des Jahres teilt er sich diesmal mit Luca Nik Armbruster, ebenfalls vom Olympiastützpunkt, der im vergangenen Jahr noch Dritter war: Der Schwimmer gewann bei der deutschen Meisterschaft den Titel über 100 Meter Schmetterling und Bronze über 100 Meter Freistil. Bei der Weltmeisterschaft wurde er Sechster über 50 Meter Schmetterling. Dritter bei der Sportlerwahl wurde Nico Guldan vom Gehörlosen Sportverein Heidelberg 1954 e. V. Der Golfer wurde deutscher Gehörlosen-Meister sowohl im Einzel als auch im Team. Bei den Deaflympics gewann er die Bronzemedaille im Einzel und im Mixed-Team.
Seniorensportlerin/-sporter des Jahres 2025: Carolin Marheineke (TSG Rohrbach)
Gleich drei Degenfechter der TSG Rohrbach standen in der Kategorie der Seniorensportlerin/des Seniorensportlers des Jahres 2025 auf dem Siegerpodest: Carolin Marheineke – Weltmeisterin und Team-Weltmeisterin sowie deutsche Vize-Meisterin der Veteranen in der Altersklasse 3 – gewann vor Marco Longo, Vize-Weltmeister, Team-Weltmeister und deutscher Meister bei den Veteranen in der Altersklasse 3. Dritte wurde Dagmar Heinzelmann, Vizeweltmeisterin bei den Veteranen in der Altersklasse 4.
Team des Jahres 2025: MLP Academics Heidelberg
Als Mannschaft des Jahres wurden die Bundesliga-Basketballer der MLP Academics Heidelberg ausgezeichnet: Die Academics spielten sich 2025 nach dem dritten Platz in der regulären Saison bis in das Play-off-Halbfinale der Bundesliga und scheiterten erst am späteren Meister Bayern München. Der Lohn: die Qualifikation für die Champions League. Auf dem zweiten Platz landeten die Rugby-Frauen des Heidelberger Ruderklubs: Das Team wurde sowohl im 7er als auch im 15er Rugby deutscher Meister. Auf den dritten Platz bewertete die Jury die Degenfechter der TSG Rohrbach, die deutscher U20-Meister wurden.
Förderer des Sports: Peter Bickel, Martina Einsele und Gerhard Schäfer
Als verdiente Persönlichkeiten aus Heidelberger Vereinen erhielten drei Personen als „Förderer des Sports“ die Sportplakette:
Peter Bickel
Peter Bickel ist seit vielen Jahrzehnten eng mit dem Ringkampfsport verbunden. Seine Laufbahn begann 1966, als er selbst als Jugendringer aktiv wurde. Nach seiner aktiven Zeit widmete er sich mit großem Engagement der Jugendarbeit: Von 1982 bis 2001 war er als Jugendtrainer, Jugendleiter und Mitglied des Vorstandes des AC Ziegelhausen tätig. 2001 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden, das er bis 2019 mit viel Herzblut und Verantwortungsbewusstsein ausübte. Unter seiner Führung prägte er maßgeblich die Entwicklung des Vereins und setzte sich nachhaltig für die Förderung junger Talente ein. Seit 2023 ist Bickel Erster Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Ringkampfsports. Hier stellt er seine langjährige Erfahrung und Leidenschaft weiterhin in den Dienst des Sports. Sein Engagement und sein Einsatz machen ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten des Ringkampfsports in der Region.
Martina Einsele
Martina Einsele prägt seit vielen Jahren den Volleyball in Heidelberg – als Spielerin, Trainerin, Organisatorin und leidenschaftliche Förderin des Nachwuchses. Nach einer aktiven Karriere in der Ober- und Regionalliga übernahm sie die Trainerrolle der 2. Damenmannschaft, die sie von der Verbandsliga bis in die Oberliga führte. Darüber hinaus leitete sie 18 Jahre lang die Volleyballabteilung und prägte maßgeblich deren Entwicklung. Ein besonderer Schwerpunkt ihres Engagements liegt im Aufbau einer nachhaltigen Jugendstruktur. Gemeinsam mit dem Förderverein etablierte und erweiterte sie gezielte Förderprojekte, um Talenten optimale Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Unter ihrer Leitung entwickelte sich Heidelberg zu einer Volleyball-Hochburg und zum Ausrichter wichtiger Turniere und Meisterschaften. Einsele steht für Leidenschaft, Beständigkeit und Aufbauarbeit im Heidelberger Volleyball.
Gerhard Schäfer
Gerhard Schäfer war von 1995 bis 2025 Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg e. V. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Sportkreis zu einem modernen Dachverband mit über 425 Vereinen und rund 130.000 Mitgliedern. Zudem wirkt er als Vizepräsident des Badischen Sportbundes Nord und Mitglied im Präsidium des Landessportverbandes Baden-Württemberg.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens liegt im internationalen Jugendaustausch, den er durch sportliche Begegnungen mit Heidelbergs Partnerstädten – unter anderem Montpellier, Cambridge, Rehovot und Bautzen – maßgeblich förderte. Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement wurde Gerhard Schäfer vielfach ausgezeichnet. Sein Wirken steht für gelebtes Engagement, Völkerverständigung und die nachhaltige Förderung von Jugend, Sport und Gemeinschaft in Heidelberg.
Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Heidelberg, Stadtwerke Heidelberg und des Sportkreises Heidelberg

