Verdacht auf Blaualgen: Stadt Heidelberg rät ausdrücklich vom Baden im Neckar ab
Die Wasserschutzpolizei Heidelberg hat in den vergangenen Tagen mutmaßliche Blaualgen im Neckar gesichtet. Die Stadt Heidelberg appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, auf das Baden im Neckar sowie das Tränken von Tieren zu verzichten. Es sind bislang keine Anzeichen für gravierende ökologischen Auswirkungen – wie beispielsweise einem Fischsterben – erkennbar. In den vergangenen sieben Tagen wurde ein Spitzentemperatur von rund 27 Grad Celsius sowie ein Minium von 10 Milligramm pro Liter Sauerstoff an der Gütemessstelle der Landesanstalt für Umwelt in Neckargemünd gemessen. Für Fische und andere Wassertiere kann ein Sauerstoffgehalt unter vier Milligramm pro Liter kritisch werden.
Kein Badegewässer
Der Neckar ist aufgrund der schwankenden Wasserqualität nicht als Badegewässer ausgewiesen und wird als solches nicht überwacht. Durch den momentan sehr geringen Durchfluss, die Wassertemperatur sowie die Sonneneinstrahlung ist es in letzter Zeit zu vermehrtem Wuchs von Wasserpflanzen und Algen gekommen. Diese Bedingungen fördern auch das Wachstum von sogenannten Blaualgen. Am vergangenen Wochenende wurde nun durch die Wasserschutzpolizei Ansammlungen von mutmaßlichen Blaualgen – insbesondere im Uferbereich – gesichtet. Cyanobakterien oder auch Blaualgen genannte Organismen werden aufgrund ihres Organisationstyps den Bakterien zugeordnet. Ein Teil der Cyanobakterienspezies bildet Gifte (Toxine), die bei bestimmten Konzentrationen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen und warmblütiger Tiere haben können. Wenn sich diese giftigen Blaualgen massenhaft als Algenblüten ausbilden, kann für Badende ein gesundheitliches Risiko nicht ausgeschlossen werden.
