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Grußwort von Oberbürgermeister Eckart Würzner und Bürgermeisterin Stefanie Jansen zum Jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana

Oberbürgermeister Eckart Würzner und Bürgermeisterin Stefanie Jansen richten sich mit einem Grußwort zum jüdischen Neujahrsfest 5787 am 11. September 2026 an die Heidelberger Bevölkerung und die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger:

„Schana Tova u’Metuka“ – zum jüdischen Neujahrsfest wünschen wir allen Jüdinnen und Juden in Heidelberg ein gutes und süßes neues Jahr 5787. Rosch ha-Schana markiert einen Neubeginn. Es ist eine Zeit des Rückblicks und der Besinnung, aber auch ein Moment, um den Blick nach vorne zu richten: Was nehmen wir mit? Was wollen wir bewahren? Und was soll im neuen Jahr wachsen und entstehen?

Jüdisches Leben in unserer Stadt ist sichtbar, nicht als Erinnerung an eine vergangene Geschichte, sondern als Teil unserer Gegenwart und unserer gemeinsamen Zukunft. Es bereichert unsere Gemeinschaft und setzt wichtige Impulse für Kultur, Bildung, gesellschaftliches Engagement und den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Debatten häufig von Abgrenzung und Polarisierung geprägt sind, ist Austausch, gegenseitiges Zuhören und gemeinsames Handeln von besonderem Wert. Dafür sind wir der jüdischen Gemeinschaft in Heidelberg sehr dankbar.

Dass jüdisches Leben heute wieder so vielfältig in Heidelberg stattfinden kann, ist nach der Schoah alles andere als selbstverständlich. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung. Jüdinnen und Juden müssen in unserer Stadt ihren Glauben frei leben, ihre Traditionen pflegen, Kultur gestalten, ihre Feste feiern und sich selbstverständlich im öffentlichen Raum bewegen können. Mit einer kommunalen Meldestelle zu antisemitischen Vorfällen unterstützen wir deshalb dort, wo diese Selbstverständlichkeit bedroht wird.

Für das neue Jahr wünschen wir der jüdischen Gemeinschaft in Heidelberg nicht nur ein gutes Jahr, sondern ein Jahr, in dem vieles von dem, was sie bewegt und was sie ausmacht, Raum bekommt: für Freude und Gemeinschaft, für Tradition und neue Ideen, für Diskussion und Begegnung, für das Bewahren und das Weiterentwickeln. Möge 5787 ein Jahr sein, in dem sich Türen öffnen, neue Verbindungen entstehen und jüdisches Leben in Heidelberg weiter wachsen und sichtbar sein kann.“

(Erstellt am 09. September 2026)
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