Sportanlage beim TSV Pfaffengrund nach umfassender Erneuerung offiziell eingeweiht
Sportstadt Heidelberg investierte knapp drei Millionen Euro
Beste Bedingungen für Sportlerinnen und Sportler jeden Alters: Das bietet die rundum erneuerte Sportanlage beim TSV Pfaffengrund. Auf der Anlage wurde die Leichtathletikanlage modernisiert und das Hauptspielfeld saniert. Ein überdachtes Kleinspielfeld („McArena“) wurde neu errichtet und kann ganzjährig genutzt werden. Es bietet zusätzliche Sportflächen. Außerdem wurde die Flutlichtanlage erneuert und das Bewässerungssystem ausgetauscht. Die Stadt Heidelberg finanzierte die Erneuerung der Sportanlage, die künftig den Namen Emil-Kühnle-Anlage trägt, mit rund 2,93 Millionen Euro. Der Verein beteiligte sich durch Eigenleistungen an dem Umbau und hatte die Bauherrschaft übernommen. Der Sportkreis Heidelberg hat den TSV bei seinem Bestreben zur Erneuerung der Sportanlage unterstützt
„Ich freue mich, dass die erneuerte Sportanlage beim TSV Pfaffengrund wieder allen Sportlerinnen und Sportlern zur Verfügung steht. Die Modernisierung ist eine weitere wichtige Investition in die Zukunft unserer Sportstadt Heidelberg. Sie trägt dazu bei, dass Athletinnen und Athleten jeden Alters in unserer Stadt hervorragende Sportbedingungen vorfinden. Mein Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den Ehrenamtlichen des TSV Pfaffengrund. Der Verein steht für eine erfolgreiche Integration durch Sport und sehr gute Angebote im Kinder- und Jugendsport sowie für Seniorinnen und Senioren“, betonte Oberbürgermeister Eckart Würzner anlässlich der offiziellen Eröffnung am Montagabend, 21. September 2026.
„Wir bedanken uns bei Oberbürgermeister Eckart Würzner und dem Gemeinderat der Stadt Heidelberg für die Bereitstellung der finanziellen Mittel. Weiterhin bedanken wir uns bei den ausführenden Firmen und Planern für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Ein Großteil der Arbeiten wurde von ortsansässigen beziehungsweise in der Nähe beheimateten Firmen ausgeführt, was sich als sehr vorteilhaft herausgestellt hat“, sagte Günter Bitsch, 1. Vorsitzender des TSV Pfaffengrund.
„Der TSV Pfaffengrund hat wirklich lange auf diese Sportanlage gewartet und sich mit großem Engagement auch beim Bau der Anlage eingesetzt. Umso schöner ist es, dass die Emil-Kühnle-Anlage nun eröffnet wurde. Der Sportkreis Heidelberg freut sich für den Verein und die Bürgerinnen und Bürger aus dem Pfaffengrund für diese neue Werbung für den Sport“, sagte Dr. Peter Schlör, Vorsitzender des Sportkreises Heidelberg.
Nachhaltiger Kunstrasen – Kombianlage für Beachvolleyball und Kugelstoßen
Das Hauptspielfeld wurde in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Dabei kam ein nachhaltig hergestellter Kunstrasenbelag zum Einsatz. Dessen Fasern bestehen zu 80 Prozent aus biobasiertem Kunststoff. Gewonnen wird er aus dem nachwachsenden Rohstoff Zuckerrohr. Für die Herstellung des Biokunststoffs wird die dritte, für Haushaltszucker nicht mehr nutzbare Pressung verwendet. Die Produktion wurde zudem auf 100 Prozent Öko-Strom umgestellt. Eine Kombianlage dient künftig Beachvolleyball und Kugelstoßen.
Die neue, überdachte McArena ist bei jedem Wetter nutzbar und steht den verschiedenen vereinsinternen Sportgruppen zur Verfügung. Das Kleinspielfeld ist 15 Meter breit und 30 Meter lang. Das Dach reicht weitere zehn Meter über einen gepflasterten Grund, auf dem die Sportlerinnen und Sportler beispielsweise ihre Taschen abstellen können. Auf dem Dach ist noch eine Photovoltaik-Anlage geplant.
Umbenennung in Emil-Kühnle-Anlage
Der Pfaffengrunder Emil Kühnle, ein bedeutender Förderer des Sports in Heidelberg und darüber hinaus, hat als Spieler und vor allem als Trainer maßgeblich zur Entwicklung des Fußballs in Nordbaden beigetragen. Die Benennung würdigt sein außergewöhnliches Engagement und seinen Vorbildcharakter im Fußball. Der Gemeinderat hatte dem Antrag des TSV Pfaffengrund auf Umbenennung am 4. Juli 2024 zugestimmt.
Der TSV Pfaffengrund zählt über 1.000 Mitglieder
Der TSV Pfaffengrund ist einer der größten Mehrspartenvereine Heidelbergs mit einem breiten Sportangebot, das auch über die Grenzen des Stadtteils hinaus geschätzt wird. Über 1.000 Mitglieder zählt der Verein, darunter sind mehr als 400 Jugendliche. Das Sportangebot erstreckt sich von Turnen über Fußball und Tennis bis hin zu Cricket, Leichtathletik, Kampfsport, Kegeln und Volleyball. Der Verein zeichnet sich besonders durch folgende Aspekte aus:
- Soziale Komponenten: Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte und Geflüchteten als Stützpunktverein „Integration durch Sport” und erfolgreiche Inklusionsmaßnahmen.
- Kooperationsprogramm: Erfolgreiches Kooperationsprogramm mit Schulen und Kindergärten, das vom Deutschen Sportbund mitgefördert wird.
- Seniorensport: Vielfältige Programme für Seniorinnen und Senioren.


