Ausstellung zum 20. Todestag von Hilde Domin ab 20. Februar im Museum Haus Cajeth
Lesungen, Filmvorführung und Stadtrundgang erweitern das Rahmenprogramm
Unter dem Titel „Nicht müde werden“ organisiert das Kulturamt der Stadt Heidelberg in Zusammenarbeit mit Marion Tauschwitz eine Ausstellung über Hilde Domin im Museum Haus Cajeth. Anlässlich ihres 20. Todestags würdigt Heidelberg die berühmte Schriftstellerin und Ehrenbürgerin durch die einmonatige Ausstellung mit vielseitigem Rahmenprogramm. Die Ausstellung zu Leben, Werk und Wirkung der bedeutenden Nachkriegslyrikerin ist ab Freitag, 20. Februar, bis zum 21. März 2026 zu sehen.
Die Ausstellung präsentiert Originale aus ihrem Arbeitsumfeld, etwa Schreibtisch, Notizen und persönliche Utensilien, die Einblicke in ihren kreativen Prozess gewähren Dazu kommen Dokumente, Erinnerungsstücke und mediale Formate, die ihre Spuren in der Stadt und ihre nachhaltige Wirkung erfahrbar machen. Sie zeigt, wie Domins Lyrik bis heute wirkt: als Sprache des Widerstands, der Hoffnung und der Verantwortung. Eine Bücherschau mit zahlreichen Übersetzungen verdeutlicht den internationalen Stellenwert ihres Werks und unterstreicht Hilde Domins Status als wichtige Persönlichkeit in der UNESCO City of Literature Heidelberg.
Abwechslungsreiche Veranstaltungen beleuchten Leben und Wirken der Lyrikerin
Die Vernissage der Ausstellung findet am Freitag, 20. Februar, um 19 Uhr im Museum Haus Cajeth statt. Es sprechen Kulturbürgermeisterin Martina Pfister, Prof. Dr. Lars Castellucci, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Dietrich Harth, em. Prof. für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg. Musikalisch wird die Vernissage von Isabel Steinbach (Violine) und Anzhelika Kovalenko (Klavier) begleitet. Wortkunst performt der Heidelberger Hip-Hop-Pionier Toni Landomini. Prof. Dr. Rolf Verres würdigt das Werk Hilde Domins in Tönen.
Die von Marion Tauschwitz und Stefan Kaumkötter kuratierte Ausstellung beleuchtet Leben, Werk und Wirkung Hilde Domins – von Exil und Rückkehr bis zu ihren literarischen und gesellschaftlichen Spuren in Heidelberg. Eine Bücherschau mit zahlreichen Übersetzungen der Werke Domins in viele Sprachen macht die internationale Rezeption ihres Werks sichtbar. Der Titel „Nicht müde werden“ bringt Hilde Domins Haltung auf eine knappe Formel. Er steht für ihr poetisches Prinzip des „Dennoch“ – für das Beharren auf Haltung und Handlungsspielräumen trotz Exil, Verlust und historischer Brüche. Zugleich verweist der Titel in die Gegenwart: als Aufforderung, wach zu bleiben und Verantwortung für die Konsequenzen des eigenen Handelns für die Entwicklung der Gesellschaft zu übernehmen. Der Eintritt in das Museum Haus Cajeth kostet 4 Euro (ermäßigt 3 Euro).
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden sich auch www.cityofliterature.de.
