Grußwort zum Ramadan 2026
Oberbürgermeister Eckart Würzner und Bürgermeisterin Stefanie Jansen wenden sich zum beginnenden Ramadan (Beginn voraussichtlich am 18. Februar) mit einem Grußwort an die Heidelberger Bevölkerung:
„Zum Beginn des heiligen Fastenmonats Ramadan begrüßen wir Sie sehr herzlich: Ramadan Mubarak! Der Ramadan ist eine besondere Zeit der Nächstenliebe, Besinnung und des Gebets. Er gibt dem Alltag einen eigenen Rhythmus, lädt zur inneren Einkehr ein und stärkt das Bewusstsein für Verzicht, Dankbarkeit und Mitmenschlichkeit. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen sind diese Werte von großer Bedeutung. Solidarität, gegenseitiger Respekt und Offenheit füreinander sind Grundpfeiler unseres Zusammenlebens in einer vielfältigen und demokratischen Stadtgesellschaft. Der Fastenmonat Ramadan bietet den Anlass, diese Haltung in unserem Alltag zu leben und unsere Vorurteile gegenüber dem Anderen zu hinterfragen.
Viele Menschen in Heidelberg blicken derzeit mit Sorge auf Konflikte und Kriege in verschiedenen Teilen der Welt. Umso wichtiger ist es, das Miteinander vor Ort zu stärken. Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören und Verantwortung für das Gemeinsame übernehmen.
Muslimische Gemeinden und Vereine leisten hierzu in Heidelberg seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag. Mit sozialem Engagement, Bildungsarbeit, interreligiösem Dialog und offenen Begegnungsformaten bilden sie einen wertvollen Teil unseres kommunalen Zusammenlebens. Der Ramadan macht diese Haltung in besonderer Weise sichtbar. Viele Gemeinden öffnen in dieser Zeit ihre Türen und laden Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde sowie die Stadtgesellschaft zum gemeinsamen Fastenbrechen ein. Diese Einladungen schaffen Begegnung, Vertrauen und Gemeinschaft und zeigen, wie verbindend gelebte Traditionen sein können.
Heidelberg steht für religiöse Vielfalt, Weltoffenheit und ein friedliches Zusammenleben. Der interreligiöse Dialog und das Engagement gegen Diskriminierung bleiben wichtige gemeinsame Aufgaben von Stadtverwaltung, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft. Wir ermutigen alle Bürgerinnen und Bürger, den Ramadan auch als Einladung zur Begegnung zu verstehen, sei es in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Leben unserer Stadt.
Allen Musliminnen und Muslimen wünschen wir eine gesegnete Zeit des Ramadan – mit Besinnlichkeit, innerer Stärke, Zuversicht und vielen Momenten gelebter Gemeinschaft.“
