Chronik

Heidelberg-Wieblingen

  • 3500 v. bis 260 n. Chr.: menschliche Ansiedlungen auf Wieblinger Gemarkung entlang des Neckarufers; Fundstücke und Spuren: Mammutzahn, Grabfunde aus frühkeltischer und merowingischer Zeit, Zeugnisse einer römischen Ansiedlung
  • 767: erste urkundliche Erwähnung Wieblingens im Lorscher Kodex: eine gewisse "Rutlind" schenkt ihren Besitz in dem Ort "Wibinga" (= Siedlung bei den Angehörigen des Wibilo) dem Kloster Lorsch
  • 771:Der Grenzhof (zwischen Plankstadt und Heidelberg) wird erstmals unter dem Namen „Granesheim“ bzw. „Gernesheim“ erwähnt.
  • 1409: Die Adelsfamilie Ingram verkauft ihren Gutshof in Wieblingen an Johannes Kirchen, Jurist in Diensten König Ruprechts.
  • 1618 bis 1648: Während des Dreißigjährigen Kriegs errichtet General Tilly in Wieblingen sein Hauptquartier. Der Ort wird mehrfach geplündert und schwer zerstört.
  • 1689: Das Dorf brennt im Orléanschen Krieg völlig nieder.
  • 1744 bis 1746: Die katholische St. Bartholomäuskirche wird erbaut.
  • 1751: Die reformierte Gemeinde baut ein Schulhaus neben der Kirche und ein Pfarrhaus.
  • 1787: Die Reichsfreiherren Laroche-Starkenfels besitzen und bewohnen das Adelsgut Wieblingen.
  • 1795: Während der Schlacht von Handschuhsheim am 24. September wird Wieblingen zum Angriffsziel der von Westen vorstoßenden Franzosen.
  • um 1810: Der Friedhof wird an den Ortsrand verlegt (1858 und 1955 erweitert).
  • 1818 bis 1820: Bau des Rathauses
  • 1840: Wilhelm Helmreich, bis 1853 zudem Besitzer der Wieblinger Mühle, errichtet eine Nagelfabrik.
  • 1848: Gründung der keramischen Fabrik Heinstein
  • 1906: Eröffnung der Eisenbahnbrücke über den Neckar zwischen Wieblingen und Handschuhsheim
  • 1906: Einweihung der evangelischen Kirche (seit 1926 Kreuzkirche)
  • 1912: Errichtung einer Kunstwollfabrik
  • 1921: Bau der Siedlung "Blaue Heimat"
  • 1920: Eingemeindung nach Heidelberg; in der Folge entwickelt sich Wieblingen immer stärker zur Arbeiterwohngemeinde mit städtischem Vorortcharakter.
  • 1920er Jahre: Errichtung der nach der Gartenstadtidee entstandene Eisenbahnersiedlung "Ochsenkopf". Deren klein gehaltene Einfamilienhäuser und zwei- bis dreigeschossige Wohnblocks mit großen Gartengrundstücken prägen bis heute den Siedlungscharakter.
  • 1925: Inbetriebnahme der Staustufe Wieblingen-Schwabenheimer Hof; erstmalige Stauung des Neckar
  • 1927: Elisabeth von Thadden eröffnet im Wieblinger Schlösschen das evangelische "Landerziehungsheim für Mädchen" (seit 1946: Elisabeth-von-Thadden-Schule).
  • 1935: Der Grenzhof wird nach Wieblingen eingemeindet.
  • 1969: Gründung der SRH Hochschule Heidelberg, eine der ältesten und bundesweit größten privaten Hochschulen mit aktuell 2.300 Studierenden
  • 1970er Jahre: Aufbau des gewerblich-technischen Berufsbildungszentrums
  • 1973: Inbetriebnahme des Müllkompostwerks
  • 2000: Einweihung des neuen Rathausplatzes
  • 2001: Einweihung des Sportzentrums West
  • 2004: Einweihung des Science Tower der SRH Hochschule Heidelberg
  • 2006: Spatenstich für die Erschließung des neuen Baugebietes Schollengewann
  • 2006: Das Finanzamt zieht von der Heidelberger Weststadt nach Wieblingen.
  • 2009: Beginn der Wohnbebauung im Schollengewann
  • 2013: Spatenstich in der Mannheimer Straße für den Neubau des Feuerwehrhauses, in das auch die Stadtgruppe der DLRG einziehen wird.
  • 2014: Im Oktober beschließt der Heidelberger Gemeinderat die Aufstellung einer Erhaltungssatzung für den historischen Ortskern.

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