Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Tobias Schäfer
Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
Gaisbergstraße 7 - 9
69115 Heidelberg
E-Mail STEK@heidelberg.de
Telefon (0 62 21) 58-2 15 00
Ziel 1.1. Wirtschaftliche Entwicklung, Bevölkerungswachstum und neues Wohnen flächensparend ermöglichen
- Bedarfsgerechten Wohnraum entwickeln, um Bevölkerungswachstum zu ermöglichen (insbesondere durch Konversionsflächen und mehrfache Innenentwicklung im Bestand)
- Entwicklung Patrick-Henry-Village voranbringen
- Entwicklung des Economy Parks Heidelberg-Leimen voranbringen
- Kostengünstiges Wohnen (Miete und Eigentum) sicherstellen, insbesondere bei der Entwicklung von Flächen wo neues Baurecht geschaffen wird, durch Anwendung des Baulandmanagements sowie bei Flächen in städtischem Eigentum
- Verhältnis von Arbeitsplätzen und Einwohnern ausgewogen halten
- BIP pro Einwohner steigern
- Summe der Gewerbesteuereinnahmen steigern
- Räume für Entwicklung berücksichtigen für Wissenschaft, Gesundheitswesen, vielfältige Wirtschaft, Gemeinwohlflächen, soziale, kulturelle Infrastruktur, Versorgung mit Waren und Dienstleistungen, technische Infrastruktur, Mobilität etc.
- Zusammenarbeit der Technologieparks lokal und regional stärken
- Anreize zur Reduzierung von Wohnraumbedarf pro Person und des Flächenbedarfs je Arbeitsplatz schaffen
- Lebenszyklus von Gebäuden verlängern und Kreislaufwirtschaft im Bausektor vorantreiben, um Ressourcen und Kosten zu sparen
- Region mitdenken bei der Flächeninanspruchnahme
- Regionale Kooperationen im Wohnungsbau und bei der Gewerbeflächenentwicklung anstoßen
Ziel 1.2. Netto Null: Flächenbilanz entwickeln
- Bilanzierung der Entwicklung der versiegelten Flächen
- Ver- und Entsiegelung werden zusammen betrachtet
- Entkopplung der Zunahme von Bevölkerung und Arbeitsplätzen vom Wachstum der versiegelten Fläche verstetigen
- Flächenpotenziale effizient nutzen: Bestandsentwicklung und Konversion, untergenutzte und leerstehende Gebäude, flächensparende Nutzungen, Mehrfach- und Zwischennutzungen, in die Höhe gehen (auch bei gewerblichen Gebäuden)
- Verhältnis von Arbeitsplätzen und Einwohnern ausgewogen halten
- Identifikation von Entsiegelungspotenzialen und Entsiegelung von Flächen vorantreiben
Ziel 1.3. Klimaanpassung, Flächen entsiegeln undmehr Stadtgrün schaffen
- Schaffung eines vernetzten Systems aus Grün- und Freiflächen, Grünkorridoren und Frischluftschneisen, Straßen als grüne Freiräume für Erholung, Gesundheit, Klima und Biodiversität
- Gezielte Förderung der Biodiversität auf Anteilen von Grünflächen sowie Identifizierung und Abbau von Ausbreitungsbarrieren für Arten
- Gut erreichbare, ausreichend große und gut ausgestattete Grünflächen in jedem Stadtteil
- Erhalt und Aufwertung von bestehenden Parks, Grünflächen und -korridoren sowie Schaffung von neuen innerstädtischen Grün- und Erholungsflächen
- Größere Pflanzgruben für Stadtbäume (bei Neupflanzungen, insbesondere wenn Tiefgaragen vorgesehen sind)
- Balance zwischen störungssensiblen Freiräumen sowie Begegnungs- und Bewegungsräumen
- Entsiegelung und Begrünung von Flächen an Gebäuden, Freiräumen, Plätzen, Straßen und Wegen – in Bestands- wie Neubauquartieren
- Klimaangepasste Quartiere: Naturnahe Regenwasserbewirtschaftung und Starkregenrisikomanagement, dezentrale Wasserspeicherung
- Hitze-Hotspots verringern durch z. B. Gebäudebegrünung und kühle Orte in der Stadt sicherstellen und schaffen (Orte mit hoher Hitzebe lastung zuerst abkühlen)
- Die Qualität von Oberflächengewässern im Rahmen der lokalen städtischen Möglichkeiten erhöhen (z. B. Bau der vierten Reinigungsstufe im Klärwerk)
- Wasserqualität sicherstellen, Wasser speichern
- Gewerbegebiete mit Aufenthaltsqualität im Freiraum entwickeln
Ziel 1.4. Stadtbild: Qualitäten erhalten und mehr Urbanität
- Historische Strukturen schützen und Ästhetik, Eigenarten und Funktionen bewahren (Denkmalschutz, Milieuschutz, Zweckentfremdungsverbot etc.): Die Altstadt (Gesamtanlage Alt-Heidelberg), die historischen Ortskerne (Neuenheim, Handschuhsheim, Rohrbach) und die Weststadt werden nur kleinteilig im bisherigen städtebaulichen Duktus weiterentwickelt und behutsam um neue Qualitäten ergänzt (z. B. Wohnraum und Arbeitsstätten, Stadtgrün, soziale Infrastruktur, Gemeinwohlflächen, ÖPNV)
- Erhalt von raumprägenden Strukturen und Zäsuren zwischen den Siedlungsflächen
- Mehrfache Innenentwicklung umsetzen mit z. B. Anbauten, Aufstockung, Transformation unter- oder ungenutzter Räume, Stapelung (beispielsweise Sportstätten auf Dächern), Multicodierung, hybride Konzepte
- Flächensparende Nutzungskonzepte fördern
- Städtebauliche Entwicklungen sollen sich harmonisch in den Bestand einfügen und Platz für mehr Menschen schaffen. Im Sinne der Stadt der kurzen Wege wird eine kompakte Bauweise angestrebt. Das betrifft insbesondere Entwicklungen in den Stadtteilen des Siedlungsschwerpunktes von Heidelberg: Altstadt, Bahnstadt, Bergheim, Handschuhsheim, Kirchheim, Neuenheim, Rohrbach, Südstadt und Weststadt
- Bei Innenentwicklung und neuen urbanen Räumen soll wohnortnahe soziale Infrastruktur mitgedacht werden
- Stadt an den Fluss: Der Raum beidseits am Neckarufer soll, außer in den Naturschutzgebieten und unter Berücksichtigung der Anforderungen an den Gewässerschutz, als wichtige gesamtstädtische Grünfläche zugänglich gemacht werden






