Ziel 3.1. Inklusives Zusammenleben: Chancengleichheit und sichtbare Vielfalt leben
Gleichberechtigtes und diskriminierungsfreies Leben für alle Menschen in Heidelberg
Möglichkeiten der Teilhabe in allen Bereichen schaffen, geschützte Räume und spezifische Bedürfnisse unterstützen, Inklusion ermöglichen
Inklusion und Integration am Arbeitsplatz unterstützen, Angebote für Menschen schaffen, die nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können
Barrierefreiheit herstellen: Menschen mit Einschränkungen berücksichtigen, Wegeketten und Prozesse insgesamt barrierefrei gestalten
Städtische Angebote mehrsprachig, niederschwellig und leicht verständlich gestalten
Gleichstellung von Frauen (z. B. Arbeitsmarkt, Gesellschaft, Gesundheit, Sicherheit)
Die Bedürfnisse der diversen Bevölkerung berücksichtigen
Die mitgestaltende Bürgerbeteiligung stärken und weiterentwickeln
Mitgestaltung und Teilhabe mit niedrigschwellingen Beteiligungsformaten ermöglichen
In allen Stadtteilen soll es eine hohe Wahlbeteiligung geben
Achtung für demokratische Strukturen und Respekt für ihre Amts- und Uniformträger und -trägerinnen erhöhen
Vielfalt der Bevölkerung auch in der Verwaltung und Politik abbilden
Zugänge zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten durch nahe und niedrigschwellige Angebote verbessern
Gesundheit fördern
Ehrenamtliches Engagement stärken
Verständnis zwischen/für verschiedene/n Kulturen fördern (niedrigschwelliger inter- und transkultureller Austausch als Normalität in Heidelberg)
Ziel 3.2. Vielfältigen und bezahlbaren Wohnraum in allen Stadtteilen verfügbar machen
Vielfältiges Wohnungsangebot besonders für mittlere und untere Einkommensgruppen
Angebotserweiterung für Starterhaushalte (Studierende, Auszubildende), Familien (drei und mehr Zimmer) und Seniorinnen und Senioren (barrierefreie Angebote)
Erweiterung des Wohnraumangebots stadtteil- und zielgruppenspezifisch (Studierende, Wohnungen für Mitarbeitende in Campusnähe, barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen, Wohnungen für Ein-Eltern-Familien)
Jährlich Flächen für den Neubau von 600 Wohnungen erschließen (bis 2035)
Ausbau des geförderten Wohnungsbestandes
Ausbau der barrierefreien Wohnungen und Sicherstellung der Bezahlbarkeit
Bedarfsgerechte Ergänzung der Objektförderung (z. B. geförderter Wohnungsbau) durch Subjektförderung von Haushalten (z. B. Wohngeld)
Unterstützung der städtischen Wohnungsgesellschaft (GGH), der Wohnungsbaugenossenschaften, des Studierendenwerks und weiteren Partnern zur Umsetzung von bezahlbarem und vielfältigem Wohnen
Gemeinschaftliches und gemeinwohlorientiertes Wohnen unterstützen
Vermeidung von Obdach- und Wohnungslosigkeit
Durchschnittliche Wohnfläche je Person soll sinken
Patrick-Henry-Village als neuen Stadtteil und Wohngebiet mit Nutzungsmischung entwickeln
Unter- und ungenutzte Flächen/Leerstand für Wohnungsbau gewinnen
Wohnstandorte an den Umweltverbund anschließen und die Erreichbarkeit dezentraler Lagen, wie der Bergstadtteile oder Patrick-Henry-Village verbessern
Flächen für die erforderliche zusätzliche soziale Infrastruktur erschließen und soziale Infrastruktur und Wohnumfeld (Schulen, Betreuungsangebote, Freiräume und Grünflächen etc.) qualitätsvoll entwickeln
Ziel 3.3. Starke Stadtteile mit guter Ausstattung und kurzen Wegen fördern
Den guten Standard/die gute Ausstattung in den Stadtteilen erhalten und dort wo erforderlich entsprechend ergänzen
Stadtteilzentren stärken als Orte mit Einrichtungen des täglichen Bedarfs und sozialer Infrastruktur, wie z. B. Bildungs- und Betreuungsangeboten, Nahversorgung, medizinischer Versorgung, Kultur, Freizeit-, Begegnungs- und Bewegungsangeboten
Bildungs-, Betreuungseinrichtungen in allen Stadtteilen anbieten, Beratungsangebote bedarfsgerecht über die Stadt verteilt anbieten
Klimaangepasste kühle Erholungsflächen mit viel Grünvolumen erhalten, schaffen und vernetzen
Wohnortnahe, niedrigschwellige Bewegungsräume für alle Altersgruppen, vor allem in neuen Stadtteilen
Arbeitsplätze und Raum für Gewerbe sichern und erweitern
Erreichbarkeit der Stadtteile und der Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad und zu Fuß verbessern. Dabei innovative Lösungen für die Bergstadtteile berücksichtigen
Zusammenhalt und Solidarität in der Nachbarschaft, soziales Miteinander in den Stadtteilen, Ehrenamt stärken
Nutzungen mit Emissionen (z. B. Lärm) von empfindlichen Nutzungen trennen
Räumliche Barrieren abbauen und Stadtteile mit den Nachbarkommunen zusammendenken
Neue Quartiere als gemischte Quartiere entwickeln
Ziel 3.4. Gemeinwohlflächen: Begegnungsorte für den Zusammenhalt der Gesellschaft bereitstellen
Den guten Standard erhalten oder wo notwendig ergänzen
Offene Orte für alle sowie geschützte Orte für spezifische Bedürfnisse gleichermaßen schaffen
Schulen und Bildungsorte für weitere Nutzungen im Stadtteil öffnen, z. B. für Sport und Kultur
Schaffung und Entwicklung von Orten ohne Konsumzwang wie z. B. die Weiterentwicklung der Stadtbücherei oder den bestehenden Bürgerhäusern in Verbindung mit Werkstätten, Bürgerservices und überdachten Spielflächen oder Konsumalternativen und Sharing-Ökonomie (z. B. Reparaturcafés, Tauschregale) etc.
Sport- und Spielflächen in jedem Stadtteil anbieten (z. B. Bolzplätze, altersübergreifende Spiel- und Freizeitflächen, Calisthenics, Tischtennis etc.)
Wohnungsnahe Aufenthaltsangebote schaffen, Ausstattung der öffentlichen Räume als Orte für Begegnung und Austausch: Sitzgelegenheiten, Trinkwasser/Toiletten, Barrierefreiheit, Kinder-, Familien- und Altersfreundlichkeit, Orte für Jugendliche, Sport- und Bewegungsangebote, Sauberkeit und Sicherheit, Klimaanpassung (kühle Orte)
Niedrigschwellige Zugänglichkeit von Orten und Angeboten sicherstellen
Projekte und Vereine bei der Gestaltung von Begegnungsorten unterstützen
Ziel 3.5. Gute Startchancen und lebenslanges Lernen für alle ermöglichen
Chancengerechtigkeit, Teilhabe und gute Startchancen für alle Kinder und Jugendliche
Hochwertige und pädagogisch zeitgemäße Bildungsbauten auf hohem Niveau mit guten Außenbereichen (Neubau, Sanierung, Instandhaltung)
Starke Bildungslandschaft: Kindertagesstätten, Schulen, berufliche Bildung, Forschung, Hochschulen und weitere Angebote wie z. B. Stadtbücherei, Museen oder Volkshochschule gut aufstellen und als Orte für Bildung für nachhaltige Entwicklung qualifizieren
Wirksame offene Kinder- und Jugendarbeit
Inklusives Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen weiterentwickeln
Bildungsangebote besser vernetzen: Formale Bildungsangebote mit informellen und non formalen Bildungsangeboten (Beratung, Betreuung, Kultur, öffentlicher Raum etc.) verknüpfen
Bildung für nachhaltige Entwicklung integriert mitdenken und Angebote für alle Altersgruppen schaffen
Digitale Kompetenzen weiterentwickeln
Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen Generationen fördern
Standorte für neue Schulkonzepte sichern, Bildungsangebote (z. B. Schule, Kindertagesstätte, Sport) räumlich als Campus zusammendenken und Synergien nutzen (z. B. gemeinsame Kantine oder Sporthalle)
Ziel 3.6. Starkes Oberzentrum für die Region – Orte für Wirtschaft und Wissenschaft ausbauen
Die urbane Innenstadt mit „Heidelberger Mischung“ erhalten und ausbauen: Einzelhandel, Wissenschaft, Gastronomie, Arbeiten, Verwaltung, Wohnen, Begegnungsorte, politischer Austausch, Kultur und Kunstproduktion, Sport und Freizeit, Tourismus in die Geschichte
Einzelhandel stärken, Angebot und Vielfalt erhöhen, Stärkung der Attraktivität des Einzelhandels für die Region, Erhöhung der Einzelhandelszentralität auf 1,6 für das mittel- und langfristige Warensortiment
Stärkung nachhaltiger Angebote und des nachhaltigen Tourismus, Heidelberg als „Stadt des nachhaltigen Konsums“
Bewegung und Erholung in Bezug auf die Innenstadt verbessern, Stadt an den Neckar entwickeln
Innenstadt („Vom Hauptbahnhof bis zum Schloss“) städtebaulich entwickeln
Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem ÖPNV, dem Rad und zu Fuß verbessern
Attraktive öffentliche Plätze und Flächen gestalten
Kurfürsten-Anlage als Aufenthaltsraum und Umweltverbundachse attraktiver gestalten
Stärkung der regionalen Funktion als Oberzentrum: Ansiedlung von Kliniken, universitären und wissenschaftlichen Einrichtungen, Arbeitsplätzen und Gewerbe sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen
Umsetzung von herausragenden Sportereignissen und Darstellung von sportlichen Erfolgen als wichtiger Teil für das Stadtmarketing, das lokale Wirtschaftsleben und den Tourismus
Neuenheimer Feld, weitere Wissenschaftsstandorte und Klinikstandorte entwickeln
Schwerpunktbildung für besondere Nutzungscluster der Wissenschaft, Produktion, Dienstleistungen und ihre Vernetzung fördern (z. B. Life-Sciences)
Ausbau der Gewerbe- und Industrieflächen für eine intensive Nutzung und die Neuansiedlung von Unternehmen, auch in regionaler Kooperation
Trennung von emittierenden und emissionsempfindlichen Nutzungen