Ziel 6.1. Robust im Krisenfall: Krisensichere Infrastruktur für alle Fälle
Heidelberg schützt und bereitet seine Bewohnerinnen und Bewohner auf Krisenfälle/ Blackouts vor
Kritische Infrastrukturen der Daseinsvorsorge werden in allen Stadtteilen gesichert, an den Krisenfall angepasst (z. B. Objektschutz bei Starkregen) und analog funktionsfähig gehalten (z. B. Trinkwasser, Strom, Wärme, Gesundheitsversorgung)
Die bestehende Infrastruktur wird erhalten
Alltagsabläufe (z. B. Versorgung, Bildung, Verwaltung, demokratische Institutionen, Arbeiten) werden für Krisenfälle/Blackouts handlungsfähig gestaltet
Die öffentliche Handlungsfähigkeit wird gewährleistet, Verschuldung reduziert
Krisen-, Risiko- und Informationsmanagement, Lagermöglichkeiten für notwendiges Equipment werden bereitgehalten
Die Beratung und Information der Bevölkerung (z. B. Präventionsschulungen) wird gestärkt
Katastrophenschutz und Vorsorge berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse vulnerabler Gruppen (z. B. Barrierefreiheit)
Die barrierefreie Verfügbarkeit von Trinkwasser an öffentlichen Orten wird sichergestellt
Kriminalpräventionen und Cybersicherheit werden gestärkt
Vorbereitung auf Blackout-Szenario
Digitale Kompetenzen werden kontinuierlich ausgebaut, Redundanzen werden für wesentliche Datennetze gesichert
Bevölkerung und ehrenamtliche Strukturen werden aktiv in die Krisenvorsorge eingebunden
Es werden Schutzräume eingerichtet, z. B. kühle Räume gegen Hitze, Notunterkünfte bei erforderlicher Evakuierung und qualifiziertes Personal zur Organisation bereitgehalten
Risiken und Schäden werden aktiv vermindert (z. B. Ausschluss von Bebauung in Überschwemmungsgebieten, Festsetzung von Notwasserwegen auf Grundlage der Starkregengefahrenkarten, Anpassung Hochwasserschutz an neue Wahrscheinlichkeiten, Schaffung von Retentionsflächen, Instandhaltung der bestehenden Dämme)
Die Feuerwehr wird für den Katastrophen- und den Zivilschutz gestärkt
Katastrophenschutzpläne werden regelmäßig aktualisiert und die Umsetzung gestärkt
Schnelle Krisenkommunikation, digital und analog wird sichergestellt
Das Bewusstsein für die Ressource Wasser und einen sparsamen Umgang damit wird geschärft, Grundwasser und Trinkwasser gesichert
Erweiterung Wasserwerk Rauschen
Ziel 6.2. Innovativer Standort mit hoher Dynamik
Heidelberg als sichtbarer Innovation-Hub, der urbane Transformationsprozesse nicht nur begleitet, sondern aktiv initiiert und exportiert
Heidelberg als Testfeld für neue Lösungen: Reallabore ermöglichen urbane Experimente mit skalierbaren Ergebnissen – vom intelligenten Mobilitätsknoten bis zum klimaresilienten Stadtquartier
Wissenschaftskooperationen werden strategisch verankert – Hochschulen, Institute, Unternehmen und Stadtverwaltung treiben gemeinsam Forschungstransfer und gesellschaftliche Innovationen voran
Ein leistungsfähiges Innovationsökosystem, das lokale Stärken bündelt, neue Partnerschaften schafft und internationale Akteure anzieht
Heidelberg versteht sich als globale Zukunftsstadt, die sich vernetzt, Verantwortung übernimmt und Impulse weit über die Region hinaus gibt
Mutiges Ausprobieren und eine datenbasierte, lernende Verwaltung
Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft arbeiten in Heidelberg systematisch und strukturiert zusammen
Ziel 6.3. Digitales Heidelberg: Smarte Lösungen und flexible Reaktionsmöglichkeiten schaffen
Wichtige städtische Daten werden gebündelt verfügbar gemacht, um strategische Entscheidungen auf einer breiten Wissensbasis treffen zu können und im Krisen- und Katastrophenfall schnell Schadensort, Umfang und Reaktionsmöglichkeiten abschätzen zu können (z. B. in Form einer Urban Data Plattform)
Datenschnittstellen werden vereinheitlicht
Prozesse werden vor einer Digitalisierung überprüft und bei Bedarf angepasst, um Abläufe zu vereinfachen
Der Einsatz von digitalen Serviceleistungen der Stadt und Open Data wird erhöht, Innovationen aus der Wissenschaft genutzt
Digitale Möglichkeiten werden genutzt, um Transparenz zu schaffen und um niedrigschwellige Bürgerbeteiligungsangebote durchzuführen
Digitale Teilhabe sicherstellen (Ältere, Alleinerziehende, Menschen mit geringen Deutschkenntnissen etc.)
Aufbau einer digitalen Beteiligungsplattform
Einsatz digitaler Lösungen zur Lotsenfunktion für Bürgerinnen und Bürger (Einsatz Künstlicher Intelligenz)
Digitale Kernprozesse werden gegen Stromausfälle und Datenangriffe gesichert
Analoge Prozesse werden als Basis-Backup gesichert, um handlungsfähig zu sein
Ziel 6.4. Gesundes und sicheres Leben in der Stadt ermöglichen
Wohn- und Arbeitsumfelder durch städtebauliche und architektonische Maßnahmen sicher gestalten, z. B. durch Beleuchtung
Angebote der Gewaltprävention, insbesondere mit Blick auf häusliche Gewalt, geschlechtsspezifische Gewalt und Gewalt an Kindern und Jugendlichen ausbauen
Erhalt des hohen Standards im Gesundheitssystem
Bewusstsein für die Wichtigkeit der mentalen Gesundheit stärken
Präventive Maßnahmen im Bereich physische und psychische Gesundheit
Barrierefreiheit im Gesundheitssystem voranbringen, um Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung zu gewährleisten
Vulnerable Gruppen schützen und Teilhabe ermöglichen (ältere Menschen, Kranke, Menschen mit Behinderungen, Kinder etc.)
Länger und selbstbestimmt im Quartier leben – neue Modelle für Pflege, Assistenz und Wohnformen
Veränderungskompetenz für gesundes Älterwerden: Selbstbestimmte und vorausschauende Gestaltung neuer Lebensphasen (z. B. soziales Netz, Aufgaben im Rentenalter, altersgerechtes Wohnen etc.)
Analoge Orte und Offline-Welten, Angebote des Selbermachens und des Anpackens erhalten und fördern
Bewegung und Sport: Flächen schaffen und erhalten, Vereine stärken und Bewegung im öffentlichen Raum ermöglichen
Subjektives Sicherheitsempfinden der Menschen verbessern, Sicherheit in öffentlichen Räumen und bei Veranstaltungen erhöhen
Einsamkeit vorbeugen und nachbarschaftliche Netzwerke schaffen
Gesunde Ernährung fördern
Ziel 6.5. Demokratie und Zusammenhalt stärken
Demokratische Strukturen krisenfest aufstellen und gegen Extremismus absichern
Wahlbeteiligung fördern
Mehr Demokratiebildung (Sichtweisen und Meinungen austauschen, Konflikte austragen, Kompromisse finden), z. B. durch nachbarschaftliche Begegnungen in Schulen oder durch Bürgerbeteiligung
Erfahrungen von Zeitzeugen, auch aktueller Kriege, für Erfahrungsaustausch einbinden
Bürgerbeteiligung auf der Grundlage der Heidelberger Leitlinien für mitgestaltende Bürgerbeteiligung stärken und weiterentwickeln, Initiative zulassen und unterstützen (Selbstwirksamkeit schaffen)
Neue Formate in der Bürgerbeteiligung testen (z. B. digitale Möglichkeiten, aufsuchende Formate)
Sozialer Zusammenhalt: Unterschiedliche Gruppen (z. B. Religion, Herkunft, Alter) zusammenbringen und Begegnung, Beteiligung und Austausch ermöglichen
Bürgerschaftliches Engagement als Voraussetzung für einen demokratischen und solidarischen Zusammenhalt stärken
Im unmittelbaren Wohnumfeld ansetzen und dort den nachbarschaftlichen Zusammenhalt stärken
Bestehendes Engagement wertschätzen, Vereine und Initiativen unterstützen und vernetzen und die Infrastruktur und Rahmenbedingungen für nachbarschaftliche Beziehungen im gesamten Stadtgebiet schaffen
Sport zur Stärkung der Offenheit des demokratischen Gemeinwesens fördern