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Stressfaktoren, auf die sich Heidelberg vorbereitet – regelmäßige Stresstests
Heidelberg muss in Zukunft auf verschiedene Krisen und Blackout-Szenarien vorbereitet sein. Es gilt zu definieren, welche Stressfaktoren für Heidelberg besonders wahrscheinlich sind und welche erheblichen Auswirkungen sie haben. Die gesamtstädtische Resilienz ist ein breites Schnittstellenthema, welches auch Bereiche wie Gesundheit oder Klimaanpassung berührt. An dieser Stelle gilt es jedoch, Heidelberg für Unvorhergesehenes gut aufzustellen, also Krisen- und Risikomanagement zu stärken, präventive Maßnahmen zu ergreifen, die Infrastruktur krisensicher und bei Bedarf redundant zu gestalten und dabei die Bevölkerung vorzubereiten und einzubinden. Aus einem Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wird ein praxistauglicher Stresstest für Städte und Gemeinden in Deutschland entwickelt. Dieser datenbasierte Stresstest soll als Werkzeug zur Analyse, zum Monitoring und zur strategischen Planung urbaner Resilienz dienen. Dadurch wird eine Gewichtung der Risikovorsorge möglich.
Für Heidelberg ist insbesondere die Vorbereitung auf folgende Stressfaktoren notwendig:
– Schwarmstadt
– Branchenwandel oder Unternehmensverlust
– Gesellschaftliche Polarisierung
– Außenzuwanderung
– Starkregen/Starkniederschläge
– Thermische Belastung
– Krise der Energieversorgung
– Industrieunfall/Havarie
– Pandemie/Epidemie
– Cyber-Angriffe
Virtuelles Bürgeramt
Die Services der Stadtverwaltung für Bürgerinnen und Bürger werden kontinuierlich optimiert und digitalisiert. Über das virtuelle Bürgeramt können Amtsgänge flexibel zuhause oder unterwegs erledigt werden. Die Stadt Heidelberg setzt sich dafür ein, dass alle Menschen Zugang zu digitalen Medien haben und diese nutzen können. Das BibLab sowie Kurse für ältere Menschen vermitteln das hierfür relevante Wissen. Analoge Angebote bleiben weiterhin bestehen, um Menschen zu unterstützen, die auf diese angewiesen sind sowie für Situationen, in denen digitale Services nicht funktionieren. Dies gewährleistet, dass alle Bürgerinnen und Bürger Zugang zu wichtigen Dienstleistungen haben.
Urbane Data Plattform – faktenbasierte Entscheidungsgrundlage
Um effektive und innovative Projekte umzusetzen, setzt die Stadtverwaltung vermehrt auf ämterübergreifendes Arbeiten. Die Vernetzung von Informa tionen und Daten aus den Fachbereichen hilft, Planungen zu erleichtern und effizient Projekte umzusetzen. Daten schaffen eine bessere Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen. Mit evidenzbasierten Maßnahmen werden neue Antworten auf komplexe Herausforderungen ermöglicht und gefördert.
Die Urbane Datenplattform ist eine wichtige Infrastruktur für Datenhaltung und -auswertung sowie das Teilen von Daten. Die Plattform erleichtert auch das Teilen von offenen Daten durch Schnittstellen – also solchen Informationen, die für die Öffentlichkeit, aber auch für Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft oder Wirtschaft interessant sind und weitergenutzt oder mit weiteren Daten angereichert und kombiniert werden können.
Erst dadurch, dass alle Fachbereiche ihre Datenhaltung stärker in den Blick nehmen, kann der Datenschatz der Verwaltung gehoben werden. Hierfür sind gemeinsame Standards und ein geteiltes Vokabular unerlässlich. Ein kooperatives Datenmanagement ermöglicht es, Prozesse effizient und nachhaltig zu gestalten.
Datenbereitstellung muss Maßnahmen gegen Datenmanipulation umfassen. Datenschutz ist ein wichtiger Bestandteil des Krisenschutzes.
Gesundheitsförderung – Sportangebot in der Stadt
Sport ist eine populäre Projektionsfläche für zahlreiche Wünsche und Funktionen. Es hat viele positive Wirkungen. Bei Menschen löst er Wohlbefinden, Glück, Freude, Erlebnisse von Anerkennung, Selbstbewusstsein, Gemeinschaft, Können und Leistungen aus.
Sport gehört zur unverzichtbaren Daseinsvorsorge und spielt in Heidelberg bereits heute eine zentrale Rolle. Damit er diese in einer wachsenden, sich wandelnden Stadt weiterhin erfüllen kann, müssen sportpolitische Belange systematisch in die Stadtentwicklung integriert werden.
Heidelberg entwickelt eine übergreifende Sportentwicklungsplanung (SEP 2025) für die Gesamtstadt mit abgestimmten Flächen- und Angebotskonzepten. Dabei wird in einer weitsichtigen Planung eine zukunftsorientierte Sportinfrastruktur geschaffen. Wichtig ist eine frühzeitige Beteiligung sportlicher Akteurinnen und Akteure in allen Planungsprozessen der Stadt. So wird der Sportkreis Heidelberg regelmäßig als Partner in Entwicklungsprozesse eingebunden.
Starke Demokratie – Digitale Beteiligungsplattform
Heidelberg fördert die mitgestaltende Bürgerbeteiligung. Die Stadt, der Gemeinderat und Bürgerinnen und Bürger haben sich dafür bereits im Jahr 2012 Leitlinien gegeben, die vom Arbeitskreis Bürgerbeteiligung kontinuierlich weiterentwickelt werden. Eine zentrale Handlungsempfehlung aus der letzten Evaluation der Leitlinien ist die Schaffung einer digitalen Beteiligungsplattform. Ziel ist es, eine Plattform zu etablieren, die Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker und Verwaltungsmitarbeitende eine lebendige Interaktions- und Informationsmöglichkeit zu städtischen Beteiligungsprozessen erlaubt. Diese Maßnahme trägt dazu bei, dass Bürgerinnen und Bürger sich an der Stadtentwicklung beteiligen und wichtige Projekte mitgestalten können. Dies festigt die demokratische Praxis und zeigt ihren Wert für alle.
Die digitale Plattform bündelt städtische Vorhaben, Beteiligungsangebote und Informationen über die wichtigsten Fortschritte des jeweiligen Vorhabens (Gemeinderatsbeschlüsse, Information zur Umsetzung etc.). Bürgerinnen und Bürger können sich über städtische Projekte informieren und durch digitale, hybride sowie analoge Beteiligungsangebote beteiligen (wie Kurzumfragen, kartenbasierte Ideensammlungen, Workshops). Eine benutzerfreundliche und barrierearme Oberfläche ist dabei zentral. In einer Experimentierphase mit dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung wurde das Anforderungsprofil konkretisiert und erste Ideen für eine Struktur zur Plattform aufgebaut. Die stadtweite Einführung der Plattform ist für die erste Hälfte des Jahres 2026 geplant.





