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Nachhaltigkeitsmanagement – die Transformation gemeinsam sichtbar steuern und gestalten
Heidelberg befindet sich in einem Transformationsprozess, um stetig nachhaltiger zu werden. Dies trifft auf Lebens- und Funktionsbereiche zu wie Energie und Mobilität, aber auch auf Konsum, Lebensstil, Gesundheit, Bildung und den Abbau von Ungleichheiten. Gemeinsam steuert die Stadt Prozesse, fördert eine Ermöglichungskultur, macht Erfolge sichtbar und verbindet intern sowie extern Akteurinnen und Akteure. Bildung für nachhaltige Entwicklung G unterstützt die Umsetzung großer Transformationen, indem sie die Veränderungen erklärt und ihre Vorteile aufzeigt. Dies schafft Akzeptanz und ermöglicht die aktive Beteiligung der Bevölkerung an den Prozessen. Bildung für nachhaltige Entwicklung fördert somit das Verständnis für komplexe Zusammenhänge und die Bereitschaft, positive Veränderungen mitzugestalten. Auf diese Weise trägt sie maßgeblich zur Erreichung der Ziele des STEK bei.
Der allumfassende Gedanke des nachhaltigen Handelns, der im Nachgang zur Agenda 2030 im Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verabschiedet wurde, bietet hervorragende Strategien, um die gesamte Stadtgesellschaft nachhaltig für die Zukunft aufzustellen.
Hierzu braucht es effizientes Nachhaltigkeitsmanagement und BNE mit Blick nach innen und außen. Innovative Projekte, lokale Bildungsangebote und Informationskampagnen machen Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen erleb- und umsetzbar.
Klima Invest
Auf Basis des Klimaschutzaktionsplans, des Heidelberger Wärmeplans und der Energiekonzeption 2030 der Stadtwerke Heidelberg wird die Stadt klimaneutral. Dabei wird die Stadtgesellschaft aktiv eingebunden, sodass die Heidelbergerinnen und Heidelberger einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Mit heidelberg KLIMA-INVEST konnten Bürgerinnen und Bürger bereits in den Ausbau der grünen Wärme investieren und dabei eine attraktive Rendite von bis zu 4,5 Prozent pro Jahr erzielen. Diese Investitionen unterstützen die klimaneutrale Fernwärmeversorgung, die bis 2040 70 Prozent aller Haushalte erreichen soll und tragen zu den geschätzten Umbaukosten von 825 Millionen Euro bei.
Mit einer Mindestanlage von 1.000 Euro bis zu einer maximalen Zeichnungssumme von 25.000 Euro wurden in der Vergangenheit bereits 6 Millionen Euro privates Kapital eingesammelt. Perspektivisch ist geplant, dass Bürgerinnen und Bürger beim Bau der Flusswärmepumpe (2026–2028) und bei der Umsetzung des Windparks Lammerskopf (ab 2028) erneut privates Kapital einbringen können.
Neben der Investitionsmöglichkeit in die Stadtwerke Heidelberg besteht die Möglichkeit der Co-Finanzierung der Energiewende durch Bürgerenergiegenossenschaften. Dabei kann über Genossenschaftsanteile oder Beteiligungspakete der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen oder Windkraftanlagen unterstützt werden
Neuordnung des Umweltverbundes und des Kraftfahrzeugverkehrs
Zeitgleich zum Stadtentwicklungskonzept wird der Verkehrsentwicklungsplan/ Klimamobilitätsplan (KMP/VEP) erarbeitet. Es handelt sich um zwei Konzepte, deren strategische Ausrichtung aufeinander abgestimmt ist. Im Stadtentwicklungskonzept wird das Thema Mobilität im Zusammenhang mit weiteren Aspekten der Stadtentwicklung betrachtet und die übergeordnete Zielausrichtung dargestellt. Der Verkehrsentwicklungsplan/Klimamobilitätsplan (VEP/ KMP) hingegen betrachtet das Thema Mobilität im Detail: Er formuliert Ziele für Mobilität und Klimaschutz und beinhaltet geeignete Strategien und Maßnahmen.
Insbesondere soll die Nutzung des Umweltverbundes gefördert werden. Dazu gehören die Anpassung des ÖPNV an zukünftige Anforderungen, die Stärkung des Rad- und Fußverkehrs sowie die Umgestaltung öffentlicher Räume zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Erreichung der Klimaschutzziele.
Heidelberg ist durch enge Verbindungen mit dem Umland geprägt, wobei täglich eine Vielzahl an Berufspendlern die Stadtgrenzen passiert. Um den Verkehrsfluss zu optimieren und nachhaltige Mobilitätslösungen zu fördern, kommt der Entwicklung effizienter Mobilitätshubs eine zentrale Bedeutung zu.
In Heidelberg werden im Rahmen des VEP/KMP die Verbindungen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung grundlegend strukturiert. An zwei Verkehrskreuzen werden der Umweltverbund und der Individualverkehr neu konzipiert (siehe Karte 4).
Der Kraftfahrzeugverkehr wird in Nord-Süd-Richtung über die Ernst-WalzBrücke und die Lessingstraße geführt (Ziel: Verlagerung der Bundesstraße B 3), während er in Ost-West-Richtung primär über die B 37 verläuft.
In der Bergheimer Straße, auf dem Bismarckplatz, der Kurfürsten-Anlage und der Friedrich-Ebert-Anlage sowie der bisherigen B 3 steht der Umweltverbund im Mittelpunkt.
Diese strategische Fokussierung ermöglicht das Heben von gestalterischen Potenzialen für Lebens- und Aufenthaltsqualität und Erhöhung der Verkehrssicherheit für den wachsenden Umweltverbund. Alle notwendigen Verkehre können auch weiterhin auf beiden Achsen abgewickelt werden. Das Straßennetz bleibt dabei leistungsfähig, wenn die Maßnahmen des VEP/KMP den Kraftfahrzeugverkehr entsprechend reduzieren.



