Tülin Sezgin liest aus „ALMANCI-Mädchen“ im Karlstorbahnhof
Autorin spricht über Identität, Zugehörigkeit und den deutschen Behördenalltag
Was bedeutet es eigentlich, „deutsch“ zu sein? Und wer entscheidet darüber, wer dazugehört? Tülin Sezgin kennt diese Fragen nicht nur aus ihrem eigenen Leben, sondern macht sie auch zum Stoff für ihren pointierten und humorvollen Blick auf den deutschen Alltag. Vielen ist sie als „Conny from the Block“ bekannt: Mit ihren Social-Media-Figuren nimmt die ehemalige Beamtin deutsche Bürokratie, Alltagsklischees und das „typisch Deutschsein“ aufs Korn. Am Montag, 21. September 2026, kommt sie mit ihrem neuen Buch „ALMANCI-Mädchen“ nach Heidelberg.
„Fragen nach Identität und Zugehörigkeit prägen den Alltag vieler Menschen Tülin Sezgin gelingt es, Erfahrungen und Perspektiven auf eine besondere Weise sichtbar zu machen: persönlich, klug und mit viel Humor“, sagt Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg.
In ihrem Buch erzählt die in Berlin-Neukölln geborene Autorin humorvoll und selbstironisch vom Aufwachsen zwischen verschiedenen kulturellen Prägungen und von der Suche nach Zugehörigkeit. Dabei geht es um Stereotype und Zuschreibungen, um das Gefühl, zwischen Welten zu stehen, und um die Frage, wie deutsch man sein kann, darf oder sein möchte. Ihre eigenen Erfahrungen aus der deutschen Verwaltungswelt fließen dabei ebenso ein wie Geschichten aus ihrem familiären und persönlichen Leben.
Im Anschluss an die Lesung diskutiert Sezgin mit Ivie Obulor, Geschäftsführerin der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) beim Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg. Im Mittelpunkt stehen persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Strukturen, die Rolle von Verwaltung in einer Einwanderungsgesellschaft und die Frage, was Zugehörigkeit heute bedeutet.
Die Veranstaltung beginnt am Montag, 21. September 2026, um 19.30 Uhr im Karlstorbahnhof Heidelberg, Marlene-Dietrich-Platz 3. Einlass ist ab 19 Uhr. Tickets und Informationen:
www.karlstorbahnhof.de/programm/veranstaltung/tuelin-sezgin-almanci-maedchen
„Kommunen für alle“
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Konferenz „Kommunen für Alle“ der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) statt. Sie wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familien, Senioren, Frauen sowie durch das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch gegen Rassismus.
Über ECCAR
Die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) ist ein Netzwerk von über 150 Städten, das 2004 unter der Schirmherrschaft der UNESCO gegründet wurde. Ziel der Koalition ist es, Städte in ihrem Engagement gegen Rassismus zu unterstützen und den Schutz von Menschenrechten auf lokaler Ebene zu fördern. Die Geschäftsstelle der ECCAR ist seit 2020 beim Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg angesiedelt. Fragen zur Städtekoalition beantwortet die ECCAR-Geschäftsstelle, E-Mail office@eccar.info, Telefon 06221 58-15519.
