Ziel 2.1. Natur- und Lebensräume im Flächenverbund entwickeln
Schutzgebiete und geschützte Biotope, Freiflächen mit Bedeutung für die Biodiversität sowie Biotopverbundplanungen zu einem zusammenhängenden, dauerhaften Flächenverbund entwickeln, in dem Landwirtschaft, Forst und Freizeitaktivitäten im Einklang mit dem Umwelt- und Naturschutz stehen
Schutz der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität bei gleichzeitiger Anpassung an den Klimawandel
Ausgleichsmaßnahmen auf diesen Flächenverbund konzentrieren
Naturerlebnis mit naturverträglicher Nutzung
Neckarufer als Außenbereich von weiterer Bebauung freihalten
Ziel 2.2. Naturerlebnis, Naherholung und Begegnung – grünen Gürtel mit Grünzügen in die Stadt entwickeln
Moderne Kulturlandschaft: Erlebnis, Erholung, Naturschutz und Produktion im Freiraum verbinden
Grüner Gürtel um Heidelberg und Eppelheim mit Grünzügen, die radial von der Landschaft in die Stadt führen
Wegenetz optimieren: Fokussieren, reduzieren und Doppelstrukturen zurückbauen – wo möglich und sinnvoll, Versiegelung reduzieren, Zäsuren überwinden
Orte für Begegnungen, soziale und gesellschaftliche Teilhabe integrieren, Vielfalt an Angeboten schaffen, Ausstattung ausbauen: Ruhe und Naturerholung, Gesundheitsförderung und Sport, Kultur und lebenslanges Lernen, Kinder- und Jugendorte, Erlebnis von Landwirtschaft, Erfahrungsorte im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Forst und Energieproduktion
Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und Barrierefreiheit verbessern
Klein- und Gemeinschaftsgärten/Urban Gardening im Übergang der Siedlungsflächen in die offene Landschaft ermöglichen, landschaftsangepasste extensive Bewirtschaftung als Voraussetzung
Erreichbarkeit von Naherholung verbessern (ÖPNV-Anbindung)
Inklusive Naturerlebnisangebote wie beispielsweise Wanderwege ausweiten
Aufgreifen historischer Achsen und Aussichtspunkte
Blickachsen, Wege und Zugänge zwischen Stadt und Naturumgebung schaffen und beleben, um die bewusste Verortung der eigenen Person in der Stadt und der Stadt in der Landschaft zu erweitern
Schaffung einer überörtlichen Struktur für Entwicklung und Betrieb des grünen Gürtels mit Grünzügen in die Stadt
Stadtstraßen begrünen und in Freiraumsystem integrieren
Konzept und Prozessstruktur für Landwirtschaftspark (und insbesondere Airfield) weiterentwickeln und umsetzen
Ziel 2.3. Lokale und nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung stärken
Versorgungsanteil aus lokaler und regionaler Landwirtschaft steigern (Märkte, Direktvermarktung und kurze Wege, Dialog mit Verbraucherinnen und Verbrauchern), lokale und regionale Wertschöpfungsketten und lokale Konsumangebote stärken, globale Abhängigkeiten reduzieren
Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung aufbauen
Erhalt der landwirtschaftlichen Betriebe
Erhalt wertvoller Böden und ihrer Funktionen, Schutz vor Erosion, nachhaltige Bewirtschaftung, Schadstoffbelastungen reduzieren, Wasser sparsam einsetzen
Umstieg auf nachhaltige, CO2-neutrale und klimaangepasste Landwirtschaft und Ernährung fördern, Stärkung der ökologischen Landwirtschaft
Synergien zwischen Landwirtschaft und Energieversorgung fördern (z. B. Solarenergienutzung auf Hallendächern, Agri-PV)
Ökologisch wertvolle und vernetzte Agrarökosysteme (z. B. auch durch Vertragsnaturschutz im Rahmen der Biotop vernetzung) schaffen und fördern (z. B. Blühwiesen, Randstreifen, mehr Ackerwildkräuter)
Historische Höfe und ihre Umgebung schützen und entwickeln
Ziel 2.4. Nachhaltige Energieproduktion steigern und in die Landschaft integrieren
Regional bilanzielle Autarkie und klimaneutrale Strom- und Wärmeversorgung bis zum Jahr 2040 setzt zusätzliche Flächen für Energieproduktion und Netzinfrastruktur im Freiraum voraus
Windenergieproduktion im Wald ermöglichen, Eingriffe in Natur- und Artenschutz minimieren
Ausbau von Photovoltaikanlagen an Gebäuden, Schallschutzwänden, bestehender Infrastruktur (Autobahnen, Bahnlinien) sowie entlang von Trassen
Keine großflächigen Photovoltaikanlagen außerhalb der im Regional-plan ausgewiesenen Flächen
Gebäude für Flusswärmenutzung und Geothermie sollen land schaftlich und städtebaulich gut eingebunden werden
Trassen sollen in der Region gebündelt und wertvolle Landschaften freigehalten werden
Die nachhaltige Energieproduktion soll gemeinsam mit Nachbarschaftsverband und Region ausgebaut werden
Außenbereich möglichst freihalten: Neue Infrastrukturen, wenn möglich im Innenbereich platzieren
Ziel 2.5. Berghänge, Rheinebene, Neckar – Einmaliges Heidelberger Landschaftsbild erhalten
Aussichtspunkte und besondere räumliche und atmosphärische Orte (Wald, Hänge, Neckartal, Rheinebene) sollen gepflegt und für die Naherholung ausgebaut werden
Das Verständnis von Landschaft ist eine moderne Kulturlandschaft und umfasst und integriert auch moderne Nutzungen, wie z. B. Laufstrecken und Radwege, Treffpunkte und Erlebnisorte, moderne Nutzungen werden landschaftsverträglich integriert
Erneuerbare Energieproduktion und Klimaanpassung sollen die historischen Landschaftsbezüge und die Einmaligkeit des Landschaftsbildes würdigen
Wandel zur klimagerechten Land- und Fortwirtschaft umsetzen
Bildung für nachhaltige Entwicklung, Umweltbildung, naturverträgliche Kunst und Kunstproduktion, sollen den Bezug zum Freiraum für die Bevölkerung herstellen
Stadt/Landschaftsgrenzen, Säume und Übergänge (insbesondere an den Hängen) sind wichtige und erhaltenswerte Charakterzüge von Heidelberg
Die Neckarufer prägen den Freiraum und sollen noch stärker Aufenthaltsorte im Einklang mit dem Naturschutz sein
Siedlungsränder qualifizieren als klare Grenze der Siedlung und Einladung in die Landschaft zugleich (Promenade in der Bahnstadt als positives Beispiel)
Projekte im Außenbereich gestalterisch stärker qualifizieren
Ziel 2.6. Nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes stärken
Multifunktionale Forstwirtschaft: Berücksichtigung der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion
Naturerlebnis im Wald an Erholungsschwerpunkten fördern
Stärkung der Waldpädagogik im stadtnahen Wald
Bewirtschaftung nach den Kriterien einer naturnahen Waldwirtschaft
Bedeutung des Heidelberger Waldes als Lieferant des nachwachsenden Rohstoffes Holz erhalten und fördern