Ziel 5.1. Offen sein: Internationale Stadt mit starker lokaler Tradition
Identität der Stadt stärken, Qualitäten als weltoffene und internationale Stadt mit einzigartigem Stadtbild erhalten
Historisches Erbe und Kultur schützen und entwickeln
Kunst und Kultur stärken und Kunst- und Kulturschaffende vernetzen
Heidelberger Mischung aus Traditionsbewusstsein, Innovation und Internationalität nutzen
Lokale Traditionen und Heidelberger Feste fördern
Vielfältige Heimat und Identifikationsort für Lokale wie Internationale gleichermaßen ausbilden
Vorbild als „Einwanderungsstadt“ sein
Vielfältige Stadtgeschichte (z. B. Geschichte von Migration, jüdische, muslimische, queere Geschichte) sichtbar machen
Gegen Rassismus eintreten
Ziel 5.2. Wissenschaft und Forschung zum Motor der Stadtentwicklung machen
Innovationsökosystem verbessern
Technologietransfer in die Stadt fördern
Heidelberg als führenden Wissenschafts- und Innovations standort mit internationaler Sichtbarkeit stärken
Teilhabe der Bevölkerung an Innovationen, Erfolge gemeinsam feiern
Wissenschaftseinrichtungen, Kliniken und Folgenutzungen/ -infrastrukturen fördern, Standorte sichern und Entwicklungsmöglichkeiten geben, den Standortvorteil für die Bevölkerung deutlich machen
Räume der Wissenschaft stärker in den Stadtkontext einbetten und als besondere Orte weiterentwickeln und öffnen, öffentliche Räume im Campus beleben, Vielfalt in der Stadt auch durch Wissenschaft und Forschung sichtbar machen
Austausch und Synergien zwischen Wissenschaft und Forschung, Unternehmen, Kliniken und Bildungseinrichtungen fördern, gemeinsame Innovationen in den Bereichen Gesundheit, Klimaschutz/-anpassung, Life Sciences, Künstliche Intelligenz etc. nutzen
Spitzenfunktion als gründungsfreundliche Kommune und Innovationshotspot für Menschen aus der ganzen Welt ausbauen (beim Innovationsindex Baden-Württemberg belegt Heidelberg 2022 den ersten Platz der Stadtkreise)
Wissenschaft, ihre Folgeeinrichtungen und Ausgründungen als wichtige Arbeitgeber und Ausbilder stärken
Ziel 5.3. Attraktiv für Fachkräfte sein: Vielfältiger, weltoffener Wirtschaftsstandort mit guten Arbeitsbedingungen
Ankunftsort und Willkommenskultur, Talente und Fachkräfte aus aller Welt und Deutschland anwerben, insbesondere durch attraktive Rahmenbedingungen, auch für ihre Familien
Verbesserung der Übergänge von Ausbildung zu Beruf für die regionale Bevölkerung und ausländische Studierende
Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben verbessern (Familie, Pflege, Ehrenamt etc.)
Mittelständische und kleine Unternehmen stärken und halten, Wertschätzung von Handwerk und sozialen Berufen verbessern
Integration in den Arbeitsmarkt, Arbeitssuchende qualifizieren
Berufsschulen und Ausbildung stärken
Bezahlbare Räume und Entwicklungsmöglichkeiten für kleinteiliges Gewerbe, Handwerk, Kultur- und Kreativwirtschaft, Ateliers, Proberäume, emissionsarme urbane Produktion in den Stadtteilen sichern und neu bereitstellen
Neue Standorte für Gewerbe und Industrie erschließen und vorhandene Standorte stadtverträglich weiterentwickeln, um Ansiedlungen zu ermöglichen, Bewerbung des Standorts Heidelberg auf internationalen Messen in Zusammenarbeit mit der Metropolregion
Verantwortung für den Erhalt von Produktion in Heidelberg wahrnehmen
Vielsprachigkeit und Vereinfachung von Prozessen und Services der Verwaltung, mehrsprachige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Bürgerämtern
Ziel 5.4. Kultur für alle zugänglich machen und dynamisch halten
Kultur und Kunst für alle in Heidelberg – Barrieren abbauen (Zugänglichkeit, Bezahlbarkeit, Inklusion und Barrierefreiheit) und interkulturellen Austausch fördern, Angebote in den Stadtteilen sicherstellen
Kunstproduktion für alle ermöglichen (z. B. Menschen mit Behinderung einbinden und auf der Bühne aktiv werden lassen)
Raum für Möglichkeiten: Nicht-kommerzielle, unprogrammierte Räume (draußen wie drinnen) schaffen und erhalten, Begegnungen, Experimente und Neues ermöglichen, Patenschaften fördern
Heidelberg als regional sichtbaren Kulturstandort stärken und etablierte Highlights sichern (Schloss, Festivals, Theater, etc.)
Vorhandene Mittel bündeln und effizient einsetzen
Kultureinrichtungen als Begegnungsorte stärken
Sichtbarkeit und Förderung der freien Szene und Subkultur ausbauen
Ausweitung der Neckarorte als Kulturraum am Fluss
Interkulturelles Zentrum stärken
Kunstproduktion in der Landschaft fördern, die mit der Natur in Einklang steht
Integration von Kultureinrichtungen, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Kunstproduktion in allen Stadtteilen, hybride Konzepte und Kooperationen, Mischung und Integration auch in gewerblich geprägten Standorten
Bündelung und Verbreitung der Kulturinformationen in englischer und weiteren Sprachen
Zugänglichkeit von kulturellen Gütern verbessern beispielsweise elektronisch abrufbare, multi-linguale Schilder von Exponaten in Museen
Ziel 5.5. Engagement und Identifikation für die Stadt stärken
Stärkung und Wertschätzung des freiwilligen Engagements und des klassischen Ehrenamts (z. B. Freiwillige Feuerwehr, THW, DLRG, Sportvereine)
Schaffung von innovativen Angeboten für alle Bevölkerungsgruppen
Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume für Vereine und Initiativen, Ehrenamt und Engagement professionell unterstützen
Ehrenamt flexibler gestalten (Vereinbarkeit mit Familie, Pflege etc., kurzzeitiges Engagement ermöglichen und Konzepte erarbeiten, die für alle Bürgerinnen und Bürger passend sind, internationale Ansprache sicherstellen)
Verbindungen schaffen – Globale und lokale Blasen miteinander in den Austausch bringen und Engagementmöglichkeiten aufzeigen
Weiterentwicklung der Formate für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
Verbesserung der Kommunikation in der Stadt und mit der Stadt, kontinuierlicher Austausch zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft, Unternehmen etc.
Zeichen der Vielfalt setzen (z. B. Dokumentations- und Kulturzentrum Sinti und Roma und Muslimische Akademie)
Ehrenamtliches Engagement in Sportvereinen fördern, um niedrigschwellige Begegnungsorte zu schaffen, Gestaltung des unmittelbaren Lebensumfeldes anzuregen und das Gemeinschaftsgefüge zu stärken.
Ziel 5.6. Tourismus nachhaltig gestalten
Steigerung der Übernachtungsdauer und der regionalen Einnahmen aus dem Tourismus
Regionale Tourismuskonzeption erstellen (Zusammenarbeit mit der Metropolregion Rhein-Neckar)
Soziale Rücksichtnahme zwischen Touristen und ansässiger Bevölkerung stärken
Angebot regionaler und nachhaltiger Produkte für Verpflegung und Andenken der Touristen
Reisebusverkehr stärker steuern, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln stärken
Ausbau touristischer Infrastruktur mit nachhaltigen Mehrwerten für die Stadtgesellschaft (Freizeitwege, Kulturangebote, Gastronomie)
Kultur im touristischen Angebot stärken, mehrsprachige Kulturangebote anbieten
Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit von touristischen Angeboten stärken (z. B. Wickeltische, Spielmöglichkeiten, barrierefreie Toiletten, Trinkbrunnen)
Stärkung der Funktion als Standort für nachhaltige Kongresse
Übernachtungen in der Nähe der Klinikstandorte ermöglichen
Ziel 5.7. Globale Verantwortung im Blick behalten
Bewusstseinsschärfung für gemeinsame globale Verantwortung von Wissenschaft, Wirtschaft, Bevölkerung, öffentlicher Verwaltung, Politik, z. B. bei Lieferketten, Ressourcennutzung, Menschenrechten, Produkten, Verfahren, Netzwerken, Umweltschutz
Kreislaufwirtschaft, umweltfreundliche und sozial gerechte Lieferketten ausbauen und Konsumalternativen fördern
Förderung des fairen Handels
Internationaler Wissenstransfer und Ausbau von Netzwerken und Partnerschaften (z. B. mit dem globalen Süden), internationale Dialoge fördern und gemeinsame Lösungen für globale Herausforderungen entwickeln (z. B. Gesundheitsversorgung, soziale Gerechtigkeit etc.)
Vorbildfunktion und Selbstverpflichtung der Verwaltung (nachhaltige Beschaffung, klimaneutrale Verwaltung)
UNESCO City of Liaterature Heidelberg: Zusammenarbeit im UNESCO Creative Cities Network stärken
Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald (UNESCO Global Geopark) stärken
Unmittelbarer Bezug zum Geschehen in der Welt über die Menschen nutzen, die in Heidelberg leben, um schnell Unterstützung bei Not zu mobilisieren
Meinungsfreiheit und Forschungsfreiheit als Standortgunst nutzen und pflegen