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Tobias Schäfer (Foto: Stadt Heidelberg)
Tobias Schäfer
Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
Gaisbergstraße 7 - 9
69115 Heidelberg

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Ziel 4.1. Große Investitionen in die Energiewende tätigen

SDGs Ziel 4.1
  • Vollständig klimaneutrale Strom- und Wärmeversorgung bis 2040
  • Fernwärmenetz: kommunales Eigentum sichern und bis 2040 70 Prozent der Haushalte anschließen
  • Bilanzielle Autarkie bei Strom- und Wärme in regionaler Kooperation erreichen 
  • Produktionskapazitäten ausbauen (Windkraft, Photovoltaik, Wärmeerzeugung) 
  • Finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger und lokale Unternehmen schaffen (z. B. Energiegenossenschaften) 
  • Nutzung von (kleinteiligen) Potenzialen im Innenbereich (Dächer und Fassaden zur Stromerzeugung und Anlagen an und in Gebäuden zur Wärmeerzeugung, auch im Denkmalschutz Photovoltaik-Anlagen ermöglichen) 
  • Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, der Bestand wird nachhaltig saniert, die öffentliche Hand geht mit gutem Beispiel voran
  • Reduktion des Pro-Kopf Energieverbrauchs
  • Smarte Steuerung der Netze, um Energie effizienter einzusetzen
  • Kooperationspartner aus dem Energiesektor einbinden (z. B. Stadtwerke, Energiegenossenschaften) 
  • Realistische Ziele setzen und in Politik und Öffentlichkeit vertreten, Transparenz schaffen, Nutzen für alle zeigen, Zeitplanung darstellen und einhalten
  • Erneuerbare Energie günstig für Endverbraucher und Endverbraucherinnen  anbieten
  • Verlässliche Finanzierung sicherstellen 
Illustration Ziel 4.1

Ziel 4.2. Große Investitionen in die Mobilitätswende tätigen

SDGs Ziel 4.2
  • Heidelberg prüft im Verkehrsentwicklungsplan/Klimamobilitätsplan (VEP/KMP) große Projekte und bringt diese mutig voran: Anbindung Patrick-Henry-Village, Straßenbahn ins Neuenheimer Feld, Trennung der Nord-Süd- und West-Ost-Verbindungen in Kraftfahrzeug-Achsen und Umweltverbund-Achsen, Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf neuen Umweltverbundachsen (Brückenstraße, Bismarckplatz, Adenauerplatz, Rohrbacher Straße sowie Kurfürsten- und Friedrich-Ebert-Anlage), Alleen an Hauptverkehrsstraßen, Umbau Gneisenau knoten, Verkehrsberuhigung in der kompletten Innenstadt
  • Planungen im Mobilitätsnetz mit der Lärmaktionsplanung zusammendenken 
  • Klimaneutrale Mobilität – sprich Fuß-, Radverkehr und ÖPNV werden gestärkt 
  • Heidelberg setzt auf kurze Wege, besonders für Kinder und Jugendliche („kurze Beine, kurze Wege“) und berücksichtigt besondere Bedarfe, z. B. von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung 
  • Die Netzabdeckung des ÖPNV wird verbessert, er wird vollständig barrierefrei gestaltet und bleibt bezahlbar, der Umstieg auf den Umweltverbund im Pendel- und Berufsverkehr wird gestärkt
  • Ein neuer Betriebshof entsteht
  • Neue Radschnellverbindungen in die Region werden gebaut sowie das Radewegenetz in Heidelberg ausgebaut und Lücken geschlossen (Radstrategie Heidelberg)
  • Der Anteil des Umweltverbundes an den zurückgelegten Wegen soll gesteigert werden, insbesondere im Pendlerverkehr
  • Die Verteilung von Verkehrsflächen und die Gestaltung von Nebenflächen wird verändert, durch die Reduktion von Parkplätzen und Fahrspuren entsteht mehr Raum für Fuß- und Radverkehr oder Begrünung und Entsiegelung
  • Polarisierung vermeiden: Der PKW-Verkehr wird reduziert, doch wer darauf angewiesen ist, behält seinen Platz (vulnerable Gruppen)
  • Für die Bedarfe von weiteren ausgewählten Gruppen wie Handwerk, Pflegedienste, Logistik und Pendelnde im Schichtbetrieb oder mit besonderen Bedürfnissen werden Lösungen gefunden
  • Angepasste Taktung an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer
  • Sicherheit im Verkehr: Vision Zero (keine Verkehrstote) 
  • Sicherheit im Stadtraum, an Wegen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Haltestellen: insbesondere nachts, z. B. durch bessere (intelligente) Beleuchtung
  • Ladeinfrastruktur für E-Mobilität ausbauen
  • Überdachung von Parkplätzen, Fahrradabstellanlagen etc. mit Photovoltaik-Anlagen 
  • Bessere Verkehrsanbindung der Bergstadtteile und der Nachbarkommunen durch den ÖPNV und Radwege Richtung Innenstadt
Illustration Ziel 4.2

Ziel 4.3. Transformation verlässlich, transparent und gerecht gestalten und Wissen austauschen

SDGs Ziel 4.3
  • Mehrwert der Investitionen sowie Teilhabe- und Beteiligungsmöglichkeiten für alle deutlich machen
  • Wertvolle Qualitäten vorhandener Infrastruktur sollen Bestand haben
  • Lasten gerecht verteilen, Bezahlbarkeit der Energie- und Mobilitätskosten für Betriebe und Bürgerschaft sicherstellen
  • Offensive, transparente und stringente Kommunikation von geplanten Veränderungen und daraus resultierenden Maßnahmen
  • Entwicklungen monitoren, Erfolge sichtbar machen und feiern, Mehrwerte aufzeigen
  • Stärken der Wissenschafts- und Kulturstadt nutzen, an bestehenden Bildungsstandorten Wissen vermitteln, Veränderungen diskutieren und Mitgestaltung ermöglichen
  • Gleichzeitiger Erhalt der sozialen Infrastruktur und bedarfsorientierte Weiterentwicklung
  • Angebote im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung (BNE) ausbauen und stärken
  • Stärkung des Handwerks
  • Fachkräfte anwerben, ausbilden und in Heidelberg halten
  • Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie Qualifikation der Fachkräfte und der Verwaltung zur Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende
  • Einbindung: Bevölkerung mit kreativen und direkten Formaten beteiligen 
Illustration Ziel 4.3

Ziel 4.4. Weniger Verbrauch in allen Bereichen: Verfügbare Ressourcen besser einsetzen

SDGs Ziel 4.4
  • Kurze, faire und umweltfreundliche Liefer- und Wertschöpfungsketten sowie nachhaltige, langlebige und reparierbare Produkte fördern und stärken, die Verwaltung als Konsumentin schreitet dabei konsequent voran
  • Weniger, dafür nachhaltiger und langlebiger Konsum, Stärkung von Konsumalternativen und Sharing-Angeboten, Förderung von Einrichtungen/Unternehmen und gesellschaftlichen Initiativen 
  • Lokale Produktion auf landwirtschaftlichen Flächen wird gestärkt, urbane Standorte für Kreislaufwirtschaft geschaffen
  • Erhöhung der Recyclingquoten in der Abfallwirtschaft
  • Stärkung der Kreislaufwirtschaft und Förderung von Reparaturmöglichkeiten
  • Wertstoffe wie Biomüll und Grünschnitt nutzen
  • Graue Energie und Recyclingfähigkeit von Baustoffen berücksichtigen und bilanzieren, Bestehendes erhalten und Wiederverwertung von Bauteilen
  • Verwendung nachhaltiger Baustoffe mit möglichst geringer, idealerweise negativer CO2-Bilanz
  • Kompetenz der Verwaltung im Bereich Umbau und Bestandserhalt stärken 
Illustration Ziel 4.4

Ziel 4.5. Regionale Zusammenarbeit ausbauen

SDGs Ziel 4.5
  • Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit und faire Lasten- und Vorteilsteilung 
  • Zusammenarbeit beim Ausbau der nachhaltigen Energie- und Mobilitätsinfrastruktur mit den Nachbarkommunen und der Metropolregion, gemeinsames Lernen und Experimente
  • Einbindung und Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerschaft an den Transformationsprojekten
  • Zentrale Themen der Regionalen Zusammenarbeit:
    – Verfügbare und sichere Mobilität (Ausbau schienengebundener Nah- und Fernverkehr, regionales Radwegenetz, Ausbau regionaler Hubs für Pendlerverkehre)
    – Ausbau erneuerbarer Energiequellen und der Fernwärme
    – Flächen für die regionale Kreislaufwirtschaft
    – Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur (Bedarfsplanung)
    – Überregionale Trassen (Strom, Gas/Wasserstoff, Bahntrassen ) mit Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Belange
    – Überregionale Grünstrukturen und Schutzgebiete
    – Pendlerbeziehungen
    – Ver- und Entsorgung
    – Gemeinsame Gewerbeflächenentwicklung (beispielsweise Heidelberg-Leimen)
Illustration Ziel 4.5

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