Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Tobias Schäfer
Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung
Gaisbergstraße 7 - 9
69115 Heidelberg
E-Mail STEK@heidelberg.de
Telefon (0 62 21) 58-2 15 00
Alle Ziele Cluster 4:
- Ziel 4.1. Große Investitionen in die Energiewende tätigen
- Ziel 4.2. Große Investitionen in die Mobilitätswende tätigen
- Ziel 4.3. Transformation verlässlich, transparent und gerecht gestalten und Wissen austauschen
- Ziel 4.4. Weniger Verbrauch in allen Bereichen: Verfügbare Ressourcen besser einsetzen
- Ziel 4.5. Regionale Zusammenarbeit ausbauen
Ziel 4.1. Große Investitionen in die Energiewende tätigen
- Vollständig klimaneutrale Strom- und Wärmeversorgung bis 2040
- Fernwärmenetz: kommunales Eigentum sichern und bis 2040 70 Prozent der Haushalte anschließen
- Bilanzielle Autarkie bei Strom- und Wärme in regionaler Kooperation erreichen
- Produktionskapazitäten ausbauen (Windkraft, Photovoltaik, Wärmeerzeugung)
- Finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger und lokale Unternehmen schaffen (z. B. Energiegenossenschaften)
- Nutzung von (kleinteiligen) Potenzialen im Innenbereich (Dächer und Fassaden zur Stromerzeugung und Anlagen an und in Gebäuden zur Wärmeerzeugung, auch im Denkmalschutz Photovoltaik-Anlagen ermöglichen)
- Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, der Bestand wird nachhaltig saniert, die öffentliche Hand geht mit gutem Beispiel voran
- Reduktion des Pro-Kopf Energieverbrauchs
- Smarte Steuerung der Netze, um Energie effizienter einzusetzen
- Kooperationspartner aus dem Energiesektor einbinden (z. B. Stadtwerke, Energiegenossenschaften)
- Realistische Ziele setzen und in Politik und Öffentlichkeit vertreten, Transparenz schaffen, Nutzen für alle zeigen, Zeitplanung darstellen und einhalten
- Erneuerbare Energie günstig für Endverbraucher und Endverbraucherinnen anbieten
- Verlässliche Finanzierung sicherstellen
Ziel 4.2. Große Investitionen in die Mobilitätswende tätigen
- Heidelberg prüft im Verkehrsentwicklungsplan/Klimamobilitätsplan (VEP/KMP) große Projekte und bringt diese mutig voran: Anbindung Patrick-Henry-Village, Straßenbahn ins Neuenheimer Feld, Trennung der Nord-Süd- und West-Ost-Verbindungen in Kraftfahrzeug-Achsen und Umweltverbund-Achsen, Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf neuen Umweltverbundachsen (Brückenstraße, Bismarckplatz, Adenauerplatz, Rohrbacher Straße sowie Kurfürsten- und Friedrich-Ebert-Anlage), Alleen an Hauptverkehrsstraßen, Umbau Gneisenau knoten, Verkehrsberuhigung in der kompletten Innenstadt
- Planungen im Mobilitätsnetz mit der Lärmaktionsplanung zusammendenken
- Klimaneutrale Mobilität – sprich Fuß-, Radverkehr und ÖPNV werden gestärkt
- Heidelberg setzt auf kurze Wege, besonders für Kinder und Jugendliche („kurze Beine, kurze Wege“) und berücksichtigt besondere Bedarfe, z. B. von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung
- Die Netzabdeckung des ÖPNV wird verbessert, er wird vollständig barrierefrei gestaltet und bleibt bezahlbar, der Umstieg auf den Umweltverbund im Pendel- und Berufsverkehr wird gestärkt
- Ein neuer Betriebshof entsteht
- Neue Radschnellverbindungen in die Region werden gebaut sowie das Radewegenetz in Heidelberg ausgebaut und Lücken geschlossen (Radstrategie Heidelberg)
- Der Anteil des Umweltverbundes an den zurückgelegten Wegen soll gesteigert werden, insbesondere im Pendlerverkehr
- Die Verteilung von Verkehrsflächen und die Gestaltung von Nebenflächen wird verändert, durch die Reduktion von Parkplätzen und Fahrspuren entsteht mehr Raum für Fuß- und Radverkehr oder Begrünung und Entsiegelung
- Polarisierung vermeiden: Der PKW-Verkehr wird reduziert, doch wer darauf angewiesen ist, behält seinen Platz (vulnerable Gruppen)
- Für die Bedarfe von weiteren ausgewählten Gruppen wie Handwerk, Pflegedienste, Logistik und Pendelnde im Schichtbetrieb oder mit besonderen Bedürfnissen werden Lösungen gefunden
- Angepasste Taktung an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer
- Sicherheit im Verkehr: Vision Zero (keine Verkehrstote)
- Sicherheit im Stadtraum, an Wegen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Haltestellen: insbesondere nachts, z. B. durch bessere (intelligente) Beleuchtung
- Ladeinfrastruktur für E-Mobilität ausbauen
- Überdachung von Parkplätzen, Fahrradabstellanlagen etc. mit Photovoltaik-Anlagen
- Bessere Verkehrsanbindung der Bergstadtteile und der Nachbarkommunen durch den ÖPNV und Radwege Richtung Innenstadt
Ziel 4.3. Transformation verlässlich, transparent und gerecht gestalten und Wissen austauschen
- Mehrwert der Investitionen sowie Teilhabe- und Beteiligungsmöglichkeiten für alle deutlich machen
- Wertvolle Qualitäten vorhandener Infrastruktur sollen Bestand haben
- Lasten gerecht verteilen, Bezahlbarkeit der Energie- und Mobilitätskosten für Betriebe und Bürgerschaft sicherstellen
- Offensive, transparente und stringente Kommunikation von geplanten Veränderungen und daraus resultierenden Maßnahmen
- Entwicklungen monitoren, Erfolge sichtbar machen und feiern, Mehrwerte aufzeigen
- Stärken der Wissenschafts- und Kulturstadt nutzen, an bestehenden Bildungsstandorten Wissen vermitteln, Veränderungen diskutieren und Mitgestaltung ermöglichen
- Gleichzeitiger Erhalt der sozialen Infrastruktur und bedarfsorientierte Weiterentwicklung
- Angebote im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung (BNE) ausbauen und stärken
- Stärkung des Handwerks
- Fachkräfte anwerben, ausbilden und in Heidelberg halten
- Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie Qualifikation der Fachkräfte und der Verwaltung zur Umsetzung der Energie- und Mobilitätswende
- Einbindung: Bevölkerung mit kreativen und direkten Formaten beteiligen
Ziel 4.4. Weniger Verbrauch in allen Bereichen: Verfügbare Ressourcen besser einsetzen
- Kurze, faire und umweltfreundliche Liefer- und Wertschöpfungsketten sowie nachhaltige, langlebige und reparierbare Produkte fördern und stärken, die Verwaltung als Konsumentin schreitet dabei konsequent voran
- Weniger, dafür nachhaltiger und langlebiger Konsum, Stärkung von Konsumalternativen und Sharing-Angeboten, Förderung von Einrichtungen/Unternehmen und gesellschaftlichen Initiativen
- Lokale Produktion auf landwirtschaftlichen Flächen wird gestärkt, urbane Standorte für Kreislaufwirtschaft geschaffen
- Erhöhung der Recyclingquoten in der Abfallwirtschaft
- Stärkung der Kreislaufwirtschaft und Förderung von Reparaturmöglichkeiten
- Wertstoffe wie Biomüll und Grünschnitt nutzen
- Graue Energie und Recyclingfähigkeit von Baustoffen berücksichtigen und bilanzieren, Bestehendes erhalten und Wiederverwertung von Bauteilen
- Verwendung nachhaltiger Baustoffe mit möglichst geringer, idealerweise negativer CO2-Bilanz
- Kompetenz der Verwaltung im Bereich Umbau und Bestandserhalt stärken
Ziel 4.5. Regionale Zusammenarbeit ausbauen
- Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit und faire Lasten- und Vorteilsteilung
- Zusammenarbeit beim Ausbau der nachhaltigen Energie- und Mobilitätsinfrastruktur mit den Nachbarkommunen und der Metropolregion, gemeinsames Lernen und Experimente
- Einbindung und Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerschaft an den Transformationsprojekten
- Zentrale Themen der Regionalen Zusammenarbeit:
– Verfügbare und sichere Mobilität (Ausbau schienengebundener Nah- und Fernverkehr, regionales Radwegenetz, Ausbau regionaler Hubs für Pendlerverkehre)
– Ausbau erneuerbarer Energiequellen und der Fernwärme
– Flächen für die regionale Kreislaufwirtschaft
– Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur (Bedarfsplanung)
– Überregionale Trassen (Strom, Gas/Wasserstoff, Bahntrassen ) mit Berücksichtigung der landwirtschaftlichen Belange
– Überregionale Grünstrukturen und Schutzgebiete
– Pendlerbeziehungen
– Ver- und Entsorgung
– Gemeinsame Gewerbeflächenentwicklung (beispielsweise Heidelberg-Leimen)










